In Zweierkolonnen marschierten die Laufenburger Kindergärtler am Montagmorgen in Richtung Vogtsmatt. Während die Kindergärtnerinnen im Leiterwagen Plastikschaufeln mitführten, warteten beim leergeräumten und abrissbereiten Kindergarten Vogtsmatt ein Bagger, Spaten und Helme.

Nach einem Lied über Bagger und Traktoren – «Bagger und Traktore tüend rumple und rohre» – war dann aber erst einmal Handarbeit angesagt: Die Kindergartenkinder, ihre Lehrpersonen, die Planer, Bauverantwortlichen und Gemeindevertreter gaben mit dem gemeinsamen Spatenstich den symbolischen Startschuss für den Bau des neuen Dreifachkindergartens.

«Den Ort bald mit Leben füllen»

Nach dem Abbruch des Kindergartens Vogtsmatt und dem Aushub folgen laut Projektleiter Christian Liebetanz von der Erne AG Holzbau im März die Bodenplatten. Im April sollen dann die vorgefertigten Holzelemente binnen einer Woche aufgestellt werden. «Das ehrgeizige Ziel ist es, den fertigen Kindergarten Anfang August zu übergeben», so Liebetanz weiter.

Damit könnten die Kindergärtler zu Beginn des neuen Schuljahres ihren neuen Kindergarten beziehen. «Wir freuen uns auf ein grossartiges neues Gebäude und viele schöne Erinnerungen, die im neuen Kindergarten entstehen werden», sagte Schulleiterin Simone Ackle-Lüchinger am Spatenstich. «Der Ort wird schon bald mit Leben gefüllt werden.»

Im neuen, doppelstöckigen Kindergarten werden künftig die beiden Kindergartenabteilungen, die bislang separat in den in die Jahre gekommenen Kindergärten Vogtsmatt (Baujahr 1957) und Dürrenbächli (Baujahr 1971) geführt wurden, zusammengelegt. Während der Bauzeit sind die beiden Abteilungen im «Dürrenbächli» untergebracht.

Weiterhin bestehen bleibt auch künftig der Kindergarten Wasentor in der Altstadt. Der Neubau, in dem auch die Spielgruppe «Heugümper» Platz finden wird, kostet die Stadt Laufenburg rund 2,8 Millionen Franken. «Wir wünschen uns, dass unsere ‹Pflänzchen› im neuen Kindergarten gut gedeihen», so Stadtrat André Maier.

Noch offen ist, was mit dem Kindergarten Dürrenbächli nach dem Auszug der Kindergartenabteilungen passiert. Angedacht sei, das Areal im Rahmen der laufenden Revision der Bau- und Nutzungsordnung von der Zone für öffentliche Bauten in eine Wohnzone umzuzonen, so Maier. Der Prozess werde sich aber noch einige Zeit hinziehen.