Unteres Fricktal
Neuer Entsorger für den grünen Güsel ist jetzt im unteren Fricktal unterwegs

Der Abfallverband im unteren Fricktal hat mit dem Jahresbeginn den Grüngut-Transporteur gewechselt. Die Frei AG aus Kloten ist mit gasbetriebenen Fahrzeugen unterwegs.

Peter Rombach
Merken
Drucken
Teilen
Reto Frischknecht von der Frei AG und GAF-Präsidentin Gisela Taufer (von links) erwarten eine weiterhin optimale Grüngutentsorgung. Das Fahrzeug ist in Muttenz stationiert, das Grüngut kommt in die Verwertungsanlage der Biopower Nordwestschweiz AG in Pratteln. ach

Reto Frischknecht von der Frei AG und GAF-Präsidentin Gisela Taufer (von links) erwarten eine weiterhin optimale Grüngutentsorgung. Das Fahrzeug ist in Muttenz stationiert, das Grüngut kommt in die Verwertungsanlage der Biopower Nordwestschweiz AG in Pratteln. ach

Peter Rombach

Optimale Grüngut-Entsorgung gehört seit zehn Jahren zur Strategie des Gemeindeverbands Abfallbewirtschaftung unteres Fricktal, kurz GAF genannt.

2013 wurden die Sammel- und Entsorgungsleistungen neu ausgeschrieben. Submissionssieger unter sieben Mitbewerbern war die Frei AG aus Kloten, die künftig ein Spezialfahrzeug in Muttenz stationiert und seit dem Jahreswechsel im Verbandsgebiet rollt.

Für Gisela Taufer, GAF-Präsidentin und Gemeinderätin in Zeiningen, gilt dies als «gute Lösung», wie sie gestern Vormittag an der Präsentation des neuen Entsorgers versicherte.

Was vor zehn Jahren als Pilotprojekt mit den Gemeinden Magden, Maisprach, Olsberg und Rheinfelden startete, habe sich bewährt, so ihre Überzeugung. Und sie nannte Zahlen.

In der Startphase gab es 550 Kunden und 147 Tonnen Grünschnitt, wobei das zu entsorgende Kilo noch 36 Rappen kostete; heute sind es 28 Rappen.

Seit alle 15 GAF-Gemeinden mitmachen, verbuchte der Verband rund 4000 Kunden und 1725 Tonnen Grünschnitt im Jahr 2012. Das Material geht in die Verwertungsanlage Bio-Power Pratteln, die seit 2006 in Betrieb ist und aus den angelieferten Abfällen unter anderem auch Biogas erzeugt.

GAF-Präsidentin Gisela Taufer wies darauf hin, dass man sich für das «wirtschaftlich günstigste Angebot» entschieden habe.

Massgebend seien einerseits der Preis gewesen, andererseits die «weichen Faktoren» wie Ausbildungsplätze oder gasbetriebene Fahrzeuge.

Dass die Grüngutentsorgung durch den Schwarzkehricht, im Klartext also die allgemeine Hausmüllentsorgung, «quersubventioniert» wird, bestätigte Taufer.

«Nach der jüngsten Submission ist das Defizit künftig aber nicht mehr so gross», was ihr Präsidiumskollege und Gemeinderat in Magden Urs Manser kopfnickend bestätigte.

Reto Frischknecht, Leiter Verkauf und Administration der Entsorgungsfirma Frei AG aus Kloten, unterstrich, dass die Grüngutentsorgung im Verbandsgebiet des GAF eine neue logistische Herausforderung darstelle. «Unser Spezialfahrzeug steht künftig in Muttenz, damit der Anfahrtsweg kürzer ist.»

Erster Auftrag aus dem Aargau

Und was ihm besonders wichtig erscheint: «Wir sind mit gasbetriebenen Fahrzeugen unterwegs.»

Für das Unternehmen Frei, überwiegend im Grossraum Zürich aktiv, handle es sich um den ersten Auftrag aus dem Aargau.

Präsidentin Taufer unterstrich, dass es sich auch künftig bei diesem Angebot des GAF um ein «Luxus-Angebot» für die Bevölkerung handle. «Es ist aber notwendig.»

Dass jetzt ausrangierte Christbäume kostenlos mitgenommen werden, erachtete sie ebenso wie GAF-Geschäftsführerin Erika Abt als zusätzlichen Service.