Nach den Sommerferien soll der Neubau bezogen werden. Wie die Aargauer Zeitung in Erfahrung bringen konnte, beginnt in den kommenden Sommerferien der Rückbau des Doppelkindergartens Holder, der sich ebenfalls im Augarten befindet. Auch jene Gebäulichkeiten werden neu errichtet und die Kindergärtler – ebenfalls insgesamt 40 an der Zahl – bis zum Bezug des Neubaus ins Schulhaus einquartiert.

Die Doppelkindergärten Hard und Holder im Rheinfelder Augarten entstanden gleichzeitig mit der Wohnsiedlung zu Beginn der 1970er-Jahre. Gemeinsam mit der Schulanlage erfüllen sie bis heute den Zweck der zentralen Ausbildungsstätten im Westen der Stadt Rheinfelden.

Seit dem Zeitpunkt der Errichtung der beiden Doppelkindergärten sind rund 40 Jahre vergangen. Eine lange Zeit, in der sich der Bildungsbereich in der Schweiz entwickelt und auch verändert hat. Die aktuellen pädagogischen Anforderungen, zum Beispiel an die Unterrichts- und Unterstützungsmethoden wie das Teamteaching oder Deutsch als Zweitsprache, können durch die Kindergärten Hard und Hold in baulicher Hinsicht nicht mehr abgedeckt werden. Neben Aktivitäten im Hauptraum werden in einem Nebenraum Kleingruppen unterrichtet, Einzelarbeiten durchgeführt sowie Konstruktionsspiele oder Rollenspiele geübt.

Bedarf für Kindergärten im Augarten

Das Gebiet Weiherfeld ist infolge neuer Überbauungen von einem sehr dynamischen Bevölkerungswachstum geprägt. Das heisst, dass für die beiden Kindergartenstandorte im Augarten langfristig ein Bedarf besteht und entsprechend bauliche Massnahmen als notwendig erachtet wurden.

Die Schul- und Kindergartengebäude der Stadt Rheinfelden wurden in den letzten Jahren auf ihren baulichen Zustand systematisch überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass die beiden Kindergärten Hard und Holder bescheidene Innen- und Aussenraumverhältnisse aufweisen. Es fehlen die erwähnten Gruppenräume und auch Lagerflächen. Einzelne Bauteile der Kindergärten sind in einem schlechten Zustand (Flachdach, innere Deckenelemente, Fenster) und der Gesamtzustand musste als ungenügend bezeichnet werden. Auch in energetischer Hinsicht entsprechen die Gebäude nicht den heutigen Anforderungen. Eine Sanierung der Gebäude wäre umfangreich und mit hohen Kosten verbunden gewesen. Mit einer reinen Instandsetzung wäre die alte Bausubstanz lediglich erhalten und der Bedarf an Zusatzräumen trotzdem nicht gedeckt worden.

3,52 Millionen Franken bewilligt

Deshalb wurde ein Rück- und Neubau der beiden Gebäude in Minergie-Modulbauweise vorgesehen und dafür an der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember 2012 ein Gesamtkredit von 3,52 Millionen Franken bewilligt. Jeder neue Doppelkindergarten wird über einen gemeinsamen Eingang verfügen, zwei Garderoben, zwei grosse Haupträume, zwei kleinere Gruppenräume und Büro. Aus Kapazitätsgründen mussten die Bauvorhaben auf zwei Jahre verteilt werden. Weil der Kindergarten Hard grössere Bauschäden aufwies, kam dessen Rück- und Neubau nun an erster Stelle.