Herznach
Neuer Anlauf: Ehemaliges Bergwerk soll für Besucher geöffnet werden

Der weitgehend neue Vorstand des Vereins Eisen und Bergwerke will Projekt «Zurück in den Stollen» neu aufgleisen. Bei diesem soll das ehemalige Bergwerk Herznach für Gäste geöffnet werden.

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Wechsel im Vorstand vom Verein Eisen und Bergwerk: Geri Hirt, Stefan Schraner als neuer Präsident, der abtretende Präsident Peter Scheuble und Marco Jäger (v. l.).

Wechsel im Vorstand vom Verein Eisen und Bergwerk: Geri Hirt, Stefan Schraner als neuer Präsident, der abtretende Präsident Peter Scheuble und Marco Jäger (v. l.).

ZVG/Picasa

Die Realisierung des Projektes «Zurück in den Stollen» – eine Öffnung des ehemaligen Bergwerks Herznach für Besucher – hat sich als schwerer Brocken erwiesen und innerhalb des Vorstands Frust ausgelöst. Nun soll es ein weitgehend erneuerter Vorstand richten.

Das Projekt «Zurück in den Stollen» gehört für einen Verein mit 200 Mitgliedern zweifellos zur Kategorie Schwergewicht. Der Vorstand, der im vergangenen Jahr den Auftrag erhalten hatte, ein Gesamtkonzept zu erarbeiten, hat an einer Klausur diese Aufgabe analysiert. Die daraus resultierende Projektidee sah ein neues Gebäude mit der erforderlichen Infrastruktur sowohl für Besucher als auch für die Stollenbahn vor.

Aufgrund der hohen Kosten hätte dies eine neue Form einer Trägerschaft bedingt. Es zeigte sich zudem, dass das neue Gebäude nicht im Einklang mit dem Baurechtsvertrag mit Besitzer Ueli Hohl steht. Die meisten Vorstandsmitglieder haben sich aufgrund der Situation entschieden, sich zurückzuziehen.

Weitgehend neuer Vorstand

Vom bisherigen Vorstand führen Renato Jehle und Ueli Hohl ihre Tätigkeit weiter, während Daniel Lüscher sich als Kassier für ein weiteres Jahr zur Verfügung stellt. Neu nehmen Stefan Schraner aus Gipf-Oberfrick, Marco Jäger aus Herznach sowie Geri Hirt aus Linn im Vorstand Einsitz. Mit Stefan Schraner, der zum neuen Präsidenten gewählt wurde, sowie mit Marco Jäger konnten zwei Junge für den Vorstand gewonnen werden, während Geri Hirt als Ehrenpräsident des Juraparks Aargau Projektkenntnisse und Kontakte einbringt.

Das neu zusammengesetzte Vorstandsteam «will einerseits versuchen, wieder eine gewisse Begeisterung für das Bergwerk zu entfachen und andererseits vermehrt Junge ansprechen», wie der neue Präsident erklärte.

Die abtretenden Vorstandsmitglieder wurden von Daniel Lüscher für ihre Arbeit gewürdigt und mit lobenden Worten verabschiedet. Insbesondere Präsident Peter Scheuble habe alles gegeben und im Hintergrund hartnäckig gearbeitet, um dem Projektziel näher zu kommen.

Mehr Eintritt und Bergwerkfest

Die Jahresrechnung schloss bei einem Ertrag von 47 560 Franken mit einem Gewinn von 7830 Franken ab. Gut 15 000 Franken wurden mit Führungen sowie Museumseintritten erwirtschaftet. Die Besucherzahl im Bergwerk konnte gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent auf 1549 Eintritte gesteigert werden. Im vergangenen Jahr hat sich der Verein Eisen und Bergwerke verschiedentlich in der Öffentlichkeit präsentiert. So unter anderem an der Gewerbearena Herznach mit der Stollenbahn und am Köhlerfest im Mettauertal.

Ein Blick ging bereits in die Zukunft: Am 3. und 4. September 2016 soll wiederum ein Bergwerkfest stattfinden. Die 13. Vereinsversammlung endete in sehr positiver Stimmung. Man schloss sich allgemein dem Aufruf des neuen Präsidenten an: «Packen wir es an!»(ghi)

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