«Zurück auf Feld 1», hiess es in Münchwilen, nachdem die Stimmberechtigten im Juni 2012 in einer Referendumsabstimmung die Pläne für einen Um- und Anbau der Schule deutlich abgelehnt hatten. 5,35 Millionen Franken hätte das Projekt damals kosten sollen.

24 Personen nahmen nach der Abstimmung in einer Planungskommission Einsitz, um doch noch eine Lösung für den Raumbedarf an der Schule Münchwilen zu finden. Ein erster Schritt wurde an der Gemeindeversammlung im Juni 2013 gemacht, als der Souverän einen Planungskredit in der Höhe von 406 000 Franken genehmigte.

Nun liegt das Projekt mit dem Namen «Herdmänndli» fix fertig vor und die Stimmberechtigten können an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung darüber befinden. Kernstück der Sanierung mit Ergänzungsbau ist ein Kubus, der zwischen das bestehende Schulhaus und die Turnhalle zu stehen kommen soll. In diesem Kubus findet neben Räumlichkeiten für die Schule auch ein Mehrzweckraum für Schule, Gemeinde und Vereine Platz.

Der Mehrzweckraum war ursprünglich im neuen Projekt nicht vorgesehen. «Nun konnten wir aber einen optimalen Platz finden», erklärte Gemeindeammann Willy Schürch.

Kredit von 3,6 Millionen Franken

Die Kosten für den Um- und Neubau belaufen sich inklusive des Projektierungskredites und 200 000 Franken für Mobiliar auf 3,67 Millionen Franken. Hinzu kommen Kosten für die provisorischen Schulbauten für das Schuljahr 2014/15 von 378 000 Franken.

Da 406 000 Franken bereits im vergangenen Juni gesprochen wurden, stimmt die Münchwiler am kommenden Freitag über einen Kredit in der Höhe von 3,64 Millionen Franken ab.

In den Provisorien müssen für ein Jahr alle Schulräume untergebracht werden. Laut Willy Schürch werden auf dem roten Platz deshalb bereits im Juni zusätzliche Pavillons. Der Zeitplan sieht vor, dass das Schulhaus Anfang Juli geräumt wird, danach folgen der Abbau des WC-Traktes und der Baubeginn für den neuen Kubus. Ende Juli 2015 soll der Umzug ins neue Schulhaus stattfinden.

Erschliessung im Gebiet «Dorf»

Im Rahmen der ausserordentlichen Gemeindeversammlung wird noch ein weiteres Traktandum behandelt. Der Gemeinderat beantragt einen Kredit für eine Werkleitungserschliessung im Gebiet «Dorf» in der Höhe von 240 000 Franken. Die Erschliessung sei notwendig, da ein Grundeigentümer sein Grundstück bebauen möchte.