Gipf-Oberfrick
Neuer 10-Jahres-Vertrag für den Sinnespfad unterzeichnet

Gipf-Oberfrick, die Grundeigentümern sowie der Kanton als Besitzer eines Waldstücks haben den neuen Vertrag mit Volg Konsumwaren AG unterzeichnet. Damit sind die nächsten zehn Jahre des Sinnespfades gesichert.

Susanne Hörth
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Barfuss im Wald auf Moos, Kies, Steinen, Holz und mehr gehen. Auf dem Sinnespfad in Gipf-Oberfrick ist das möglich. (Archiv)

Barfuss im Wald auf Moos, Kies, Steinen, Holz und mehr gehen. Auf dem Sinnespfad in Gipf-Oberfrick ist das möglich. (Archiv)

Roman Würsch

Vogelgezwitscher am frühen Morgen, erste zaghafte Knospen an Sträuchern und länger werdende Tage sind das eindeutige Zeichen, dass der Frühling naht. Rechtzeitig zum beginnenden Frühling hat die Gemeinde Gipf-Oberfrick gemeinsam mit drei Grundeigentümern sowie dem Kanton als Besitzer eines Waldstücks den neuen Vertrag mit Volg Konsumwaren AG, unterzeichnet.

Mit diesem Vertrag kann der seit zehn Jahren bestehende Sinnespfad in seine nächste, wiederum zehn Jahre dauernde Betriebsphase gehen. Nötig dazu ist, wie vor zehn Jahren schon ein entsprechendes Baugesuch. Es geht beim ab heute Donnerstag aufliegenden Gesuch nicht um neue bauliche Einrichtungen. Vielmehr darum, das bestehende Angebot mit den verschiedenen Wegstationen weiterführen zu können. Die vor zehn Jahren erteilte Baubewilligung war wie die Betriebszeit des Pfades auf zehn Jahre beschränkt.

Ein gern genutztes Angebot

«Alle Beteiligten haben sich im letzten Herbst zusammengesetzt und sich für das Weiterführen des Sinnespfades ausgesprochen», so Gemeindeschreiber Urs Treier. Das Angebot in schönster Waldlandschaft wird oft und gerne genutzt.

Einzelpersonen wie auch Schulklassen und Wandergruppen geniessen es, in die Klangwelt des Waldes einzutauchen, Düfte von Holz und anderen Waldgewächsen zu erschnuppern, mit nackten Füssen über verschiedene Materialen zu gehen, mit den Händen das unbekannte Bekannte zu erstasten und vieles mehr. An den insgesamt acht Wegstationen erfährt der Sinneswanderer viel über den Wald, seine Bäume und Pflanzen sowie seine vielen tierischen Bewohner.

Attraktives Erholungsangebot

«Wir haben uns vor zehn Jahren auf die Ausschreibung von Volg für einen solchen Sinnespfad beworben», erklärt Urs Treier. «Wir wollten etwas vor Ort haben. Ein attraktives Angebot, das zeigt, dass man für eine schöne Landschaft nicht weit wegfahren muss. Bei der Bewerbung musste die Gemeinde unter anderem einen geeigneten Standort angeben.

Gipf-Oberfrick bekam den Zuschlag. Besonders ist dabei, dass die drei privaten Waldbesitzer wie während der ersten zehn Jahre, auch für die neue Betriebsdauer ihre Grundstücke gratis zur Verfügung stellen. Gratis ist der Sinnespfad auch für seine Benutzer. Für die Errichtung und grösseren Instandstellungsarbeiten ist Volg zuständig. Das Gipf-Oberfricker Bauamtteam kontrolliert regelmässig alle Stationen, bringt in Ordnung, was in Unordnung geraten ist.

Urs Treier zeigt sich erfreut, dass trotz der starken Frequentierung wenig mutwillig zerstört wird. Einzig beim Grillplatz müssen die Bauamtmitarbeiter regelmässig liegengebliebenen Abfall wegräumen. Der Sinnespfad ist das ganze Jahr geöffnet. Von November bis März sind einzelne Stationen wetterbedingt funktionsmässig eingestellt. Ab April heisst es dann aber wieder bei allen Stationen: Natur sehen, riechen, berühren und spüren.

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