Möhlin

Neue Unruhe: Leiterin der Schulverwaltung und Mitarbeiterin erhalten Kündigung

Zum Zuständigkeit der Schulverwaltung gehört auch das Primarschulhaus Fuchsrain. (Archiv)

Zum Zuständigkeit der Schulverwaltung gehört auch das Primarschulhaus Fuchsrain. (Archiv)

Die Schule Möhlin kommt nicht zur Ruhe. Die Leiterin der Schulverwaltung, Annelise Fankhauser und eine Mitarbeiterin müssen die Schule verlassen.

«Die Gemeinde Möhlin als Anstellungsbehörde, die Schulpflege und Annelise Fankhauser sind sich über die Führung und künftige Ausrichtung der Schulverwaltung innerhalb der Schule Möhlin nicht einig», heisst es in der Medienmitteilung.

Laut Gemeindeammann Fredy Böni ist es im Prozess der Neuausrichtung der Schule, der seit einigen Monaten läuft, zu Differenzen gekommen. Unter anderem hat der Gemeinderat beschlossen, in der Schulverwaltung eine Stellvertreterlösung einzuführen. Die bisherige Leiterin Annelise Fankhauser wollte sich jedoch nicht hinter diese Lösung stellen.

Vertrauen nicht mehr gegeben

«Wir wollen für die Zukunft eine 100-Prozent-Stelle für die Leitung der Schulverwaltung sowie 80 Stellenprozente für die Stellvertretung und zwei 50-Prozent-Pensen für Mitarbeiterinnen», so Böni. Annelise Fankhauser sei eine sehr gute, fachlich hochqualifizierte Mitarbeiterin, «aber am Ende war das gegenseitige Vertrauen zwischen ihr, dem Gemeinderat und der Schulpflege nicht mehr gegeben», erklärt der Gemeindeammann weiter. Näher wollte Fredy Böni nicht auf den Sachverhalt eingehen.

Die zweite Kündigung sei aus organisatorischen Gründen erfolgt. «Da keine der aktuellen Mitarbeiterinnen ihr Pensum auf 80 Prozent aufstocken wollte, mussten wir eine Kündigung aussprechen», so Böni. Die beiden offenen Stellen mit Pensen von 100 und 80 Prozent werden möglichst bald ausgeschrieben. Die unmittelbare Überbrückungslösung ist dabei noch nicht gefunden, wie Böni zugibt. Dies soll in den nächsten Tagen geschehen.

Fredy Böni ist aber dennoch zuversichtlich, dass die Schule Möhlin auf gutem Weg ist, zur Ruhe zu kommen. Grund dafür ist eine zweite Massnahme, die der Gemeinderat beschlossen hat. «Auf Gemeindekosten erhöhen wir das Pensum für den Gesamtschulleiter von 70 auf 100 Prozent», so Böni. «Der Gemeinderat hat eingesehen, dass dieser Posten nicht in einem 70-Prozent-Pensum ausgeübt werden kann.» Eine Einsicht, die einen früheren Entscheid korrigiert. Vor nicht allzu langer Zeit wurde nämlich das Pensum gekürzt, um mehr Stellenprozente für die Schulhausleitungen zu Verfügung zu haben. Heute sagt Böni: «Nun wissen wir, dass beides notwendig ist.»

Die Stelle als Gesamtschulleiter soll ebenfalls demnächst ausgeschrieben werden. Dies geschieht laut Böni neu über ein externes Büro, «um noch eine Aussensicht zu gewährleisten». Ab Sommer soll die Schule Möhlin dann ruhigere Zeiten erleben. «Die aktuellen Massnahmen wurden auch in Absprache mit dem kantonalen Inspektorat getroffen.» Dieses begleitet Möhlin auf dem Weg in eine bessere Schulzukunft, nachdem im vergangenen Jahr die externe Schulevaluation rote Ampeln in den Bereichen Schulführung und Qualitätsmanagement aussprach. Eines ist dem Ammann aber noch wichtig zu betonen: «Die Schule hat in Möhlin immer in guter Qualität stattgefunden und weder Eltern noch Schüler mussten leiden.»

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