Squash
Neue Saison, neues Team, aber das Ziel bleibt gleich: die Playoffs – und vielleicht sogar die Finals

Rang fünf an der Club-EM zeigt, dass die Form der Fricktaler NLA-Spielerinnen stimmt. In fünf Wochen steht bereits der erste Ernstkampf im Interclub an. Es kommt auswärts in Uster zur Neuauflage der diesjährigen Playoff-Finals.

Marc Fischer
Merken
Drucken
Teilen
Jasmin Ballmann, Nadine Frey, Nadia Pfister, Nathalie Plain (v.l.) reisten für den Squashclub Fricktal nach Paderborn an die European Club Championships. zvg

Jasmin Ballmann, Nadine Frey, Nadia Pfister, Nathalie Plain (v.l.) reisten für den Squashclub Fricktal nach Paderborn an die European Club Championships. zvg

Picasa

Im Final der Schweizer Interclub-Meisterschaft trafen die NLA-Frauen des Squashclubs Fricktal im Frühling auf Uster und unterlagen mit 0:2. Da die Zürcherinnen jedoch nicht an den Club-Europameisterschaften in Paderborn teilnehmen konnten, durften die Fricktalerinnen nachrücken.

Während sich viele Teams mit Weltklassespielerinnen verstärkt hatten – unter anderem war mit Sarah-Jane Perry die aktuelle Weltnummer 6 am Start – reisten die Fricktaler ganz ohne Ausländerin an. Und sie schlugen sich beachtlich. Nach Siegen gegen Teams aus Polen, Irland und Tschechien sowie Niederlagen gegen das französische und das schottische Team belegte der Squashclub Fricktal am Ende den fünften Rang.

«Es war eine tolle Erfahrung», sagt Nadine Frey. «Es ist cool, gegen solche TopAthletinnen antreten zu können.» Das Niveau sei allerdings sehr unterschiedlich gewesen, so Frey weiter. Neben den Weltklasse-Spielerinnen seien auch Teams angetreten, deren Spielerinnen nur knapp NLA-Niveau aufwiesen.

Dennoch freuen sich die Fricktalerinnen über den internationalen Erfolg und gehen nun mit Elan in die letzte Phase der Saisonvorbereitung. In fünf Wochen steht nämlich bereits der erste Ernstkampf im Interclub an. Es kommt auswärts in Uster zur Neuauflage der diesjährigen Playoff-Finals.

Neue Teamzusammensetzung

Dabei wird das Team des Squashclubs Fricktal anders zusammengesetzt sein als noch vor einem halben Jahr. «Auf der Position eins spielt neu Astrid Reimer-Kern», so Nadine Frey. Die Deutsche ist vor gut zwei Jahren in die Schweiz gezogen und hat hier bisher noch nicht Interclub gespielt. Ebenfalls neu zum Team gestossen ist Melanie Amrein. Sie wird aushelfen, sollte es zu Absenzen kommen.

Weiter für die Fricktalerinnen im Einsatz stehen Nadine Frey und Nadia Pfister. Letztere setzt seit ihrer Matur voll auf Squash und spielt als Profi auch bei internationalen Turnieren. Unklar ist, ob Nathalie Plain ihr Comeback geben kann. Sie kämpft seit dem vergangenen Dezember mit einer Knieverletzung und fiel deshalb schon in der zweiten Hälfte der letzten Saison aus.

Ausgeglichene Liga

Was auch mit der neuen Team-Zusammensetzung bleibt, ist das Ziel für die neue Saison. «Wir wollen sicher erneut die Play-offs erreichen», sagt Nadine Frey. Dafür müssen die Fricktalerinnen in der Qualifikation eines der vier anderen NLA-Teams – Uster, Winterthur, Zürich oder Kriens – hinter sich lassen. Dies sei sicher machbar, so Frey. «Aber es spielen alle Teams auf einem ähnlichen Niveau. Deshalb ist es schwierig einzuschätzen, wer als Favorit in die Saison geht.»

Das heisst aber auch, dass mit der Playoff-Qualifikation noch nicht Schluss sein muss. «Super wäre es natürlich, wenn wir erneut den Einzug in den Final schaffen oder diesen sogar gewinnen könnten», so Frey. Ein Sieg gegen Uster zum Saisonauftakt wäre ein erster Schritt auf diesem Weg.