Im letzten Juni sagten die Fricker Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung Ja zum neuen Parkierungsreglement.

Die Gemeinde hat sich damit zum Ziel gesetzt, öffentliche Parkplätze grundsätzlich zu bewirtschaften. «Parkieren auf öffentlichem Grund soll nicht attraktiver sein als das Parkieren auf privatem Boden», hiess es damals in der Vorlage.

Nun erlässt die Gemeinde Frick diverse neue Verkehrsanordnungen, um das neue Reglement umzusetzen. Ab heute läuft die 30-tägige Einsprachefrist. Auf dem Gemeindehausplatz und beim Eingang zum Polizeigebäude soll künftig – ausser für die Polizei – ein absolutes Halteverbot gelten. In der Tiefgarage beim Gemeindehaus und auf dem Rebstock-Parkplatz kann gegen Gebühr maximal zwölf Stunden parkiert werden.

Höchstparkdauer: Drei Stunden

Zu Änderungen kommt es rund um die Schulhäuser. «Bislang war hier Parkieren im Verkehr mit der Schule gratis», erklärt Gemeindeschreiber Michael Widmer. Neu ist das kostenlose Parkieren werktags von 6 bis 18 Uhr nur noch während maximal drei Stunden möglich. Unbeschränkt parkieren dürfen Automobilisten, die eine Tages- oder Monatskarte à 4 beziehungsweise 40 Franken erwerben.

Heisst konkret: Auch Lehrpersonen, die an den Schulen unterrichten, müssen für ihren Parkplatz zahlen. Gleiches gilt für Gemeindeangestellte und Polizisten, die den Kiesparkplatz Zwidellen ebenfalls nur noch maximal drei Stunden kostenlos nutzen dürfen.

An einer Info-Veranstaltung im letzten Jahr habe es aus der Lehrerschaft kritische Stimmen gegeben, sagt Michael Widmer. «Die Massnahme ist die Konsequenz aus dem Entscheid, alle Parkplätze zu bewirtschaften», so Widmer weiter.

So soll verhindert werden, dass findige Automobilisten auf unbewirtschaftete Parkplätze im Dorf ausweichen. Zudem, fügt Widmer an, müssten auch viele Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft Parkplätze mieten, wenn sie mit dem Auto zur Arbeit pendeln.

Dauerparkieren kostet

Einige Parkplätze in Frick, etwa jene beim Schwimmbad oder beim Friedhof, weisen keine signalisierte Höchstparkdauer aus. Auf diesen Plätzen gilt – wie auch auf öffentlichen Strassen oder Plätzen – als Dauerparkierer, wer während dreier oder mehr Tagen pro Woche mehr als vier Tages- oder Nachtstunden parkiert.

Wer sein Auto länger auf öffentlichem Grund abstellen möchte, kann sich bei der Gemeinde für 40 Franken pro Monat als Dauerparkierer registrieren lassen.