Kaiseraugst

Neue Pläne für ein Holzheizkraftwerk

Rund 15 Millionen Franken soll das neue Holzheizkraftwerk kosten. (Archiv)

Rund 15 Millionen Franken soll das neue Holzheizkraftwerk kosten. (Archiv)

Die AEW AG plant am Rande des Gewerbegebiets Rinau ein neues Projekt. Dieses kostet rund 15 Millionen Franken.

Die AEW Energie AG hat in Kaiseraugst grosse Pläne. Sie will den teilweise schon bestehenden Wärmeverbund in der Gemeinde optimieren und ein neues Holzheizkraftwerk bauen. Rund 15 Millionen Franken sind für das Projekt budgetiert, derzeit läuft die Kundenakquisition auf Hochtouren.

Am Dienstag lud der Aargauer Energieversorger zu einer öffentlichen Infoveranstaltung in den Violahofsaal ein. AEW-Projektleiter Daniel Wernli durfte vor vollem Haus sprechen, so stark war das Publikumsinteresse am geplanten Holzheizkraftwerk, das gegenüber der Entsorgungsfirma Rewag in den Hang hinein gebaut werden soll.

Erst einmal 1000 Haushalte

Nachdem das seit 2010 diskutierte Axpo-Projekt nicht realisiert wurde, gibt es nun einen neuen Anlauf, um unter besseren technischen Vorzeichen einen Wärmeverbund auf die Beine zu stellen. An diesen kann die Grossüberbauung Liebrüti ebenso angeschlossen werden wie die Wohngebiete Kaisergarten und Sonnenmatt. Das wären vorerst einmal rund 1000 Haushalte. Und Wernli deutete an, dass es auch Kapazitäten für die Bereiche Römergarten, Rinau und in fernerer Zukunft auch für das Thommen-Areal gebe.

Vorab hatte Françoise Moser, Vizepräsidentin der Gemeinde, hervorgehoben, dass sich Kaiseraugst schon seit zehn Jahren intensiv Gedanken über eine nachhaltige Energiepolitik mache, um Ressourcen zu schonen und erneuerbare Energien einzusetzen. Photovoltaikanlagen reichten nicht aus, warf sie den Ball dann Marcel Kränzlin zu, Leiter AEW-Wärmegeschäft. Er skizzierte die Erfahrungen des Unternehmens im Sektor Wärmeverbund und Nutzung von Holzschnitzelanlagen.

Projektleiter Daniel Wernli geht davon aus, dass noch im vierten Quartal 2017 die Baueingabe erfolgt. «Die Baubewilligung könnte bis spätestens Ende 2018 vorliegen», so seine Einschätzung. Dies würde einen Baustart im Frühling 2019 bedeuten. (ach)

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