Frick

Neue Piste soll die Fahrer locken

Die Bewässerung hat dem Asphalt der TCS-Piste in Frick gehörig zugesetzt. Neben der Sanierung des Belags wird das Streckenhäuschen versetzt.

Die Bewässerung hat dem Asphalt der TCS-Piste in Frick gehörig zugesetzt. Neben der Sanierung des Belags wird das Streckenhäuschen versetzt.

Die TCS-Piste in Frick wird saniert und erhält eine Schleuderplatte – das Ziel sind mehr Kurse für Freiwillige.

Der Asphalt auf der Piste des Touring Clubs Schweiz (TCS) an der Fricker Industriestrasse gleicht an einigen Stellen einem Flickenteppich. Mancherorts wölbt sich der Belag. Gerade im Winter, wenn das TCS-Team in Frick bei Fahrtrainings den Asphalt bewässert und das Wasser in die Risse läuft, nehmen die Schäden zu. Dies weiss René Altschul, Chefinstruktor Aus- und Weiterbildung TCS Sektion Aargau, nur zu gut. «Der Belag ist mittlerweile zehn Jahre alt. Es besteht Handlungsbedarf.»

Ein entsprechendes Baugesuch für die Sanierung des Belages – zudem wird das Streckengebäude aus Sicherheitsgründen versetzt – liegt ab diesen Freitag auf der Fricker Gemeindeverwaltung auf. Altschul beziffert die Kosten für die Sanierung, bei der rund ein Drittel des Pisten-Belages erneuert werden muss, auf über eine Million Franken. Der Baustart erfolgt im Juli und soll möglichst rasch über die Bühne gehen. «Bereits im August ist der Terminkalender wieder voll mit Kursen», sagt Altschul, der hofft, dass es im Juli zu keinen grossen Niederschlägen kommt. «Dies könnte den Bauablauf verzögern.» Die Sanierung sieht vor, dass zunächst der Asphalt weggerissen, die Erde rund einen Meter ausgegraben und eine Sickerleitung verlegt wird. Anschliessend werden die Werkleitungen verlegt und die technische Steuerung, untern anderem für die Geschwindigkeitsmessung, verbaut.

Mehr Hindernisse für die Fahrer

Der TCS der Sektion Aargau hat nicht nur vor, die Fricker Piste zu erneuern, «wir wollen sie auch vielseitiger gestalten, um die Nachfrage nach Fahrkursen für Freiwillige zu steigern», sagt Altschul. Neu wird in den Strassenbelag eine Schleuderplatte integriert, die das Heck des fahrenden Autos ausbrechen lässt. Einige Meter nach der Platte werden in den Asphalt Düsen verbaut, die eine Wasserfontäne erzeugen und ein Hindernis simulieren. «Der Fahrer muss nicht nur das Auto abfangen, er muss auch noch im Anschluss einer Wand aus Wasser ausweichen», so Altschul. Zusätzlich wird die Gleitbelagfläche ausgebaut, die das Fahren auf vereistem Untergrund simuliert.

Dass der TCS somit auf mehr Kurse für Freiwillige abzielt, kommt nicht ohne Grund. So hat der Bundesrat im letzten Monat beschlossen, dass die obligatorische Weiterausbildung während der Probezeit statt zwei Tage nur noch einen Tag dauert. Auf der Fricker Piste sind die obligatorischen Kurse die Haupteinnahmequelle. «Das Verhältnis zwischen obligatorischen und den freiwilligen Kursen beträgt etwa fünf zu eins», schätzt Altschul, der nachschiebt: «Nach dem Umbau wollen wir eine Quote von eins zu eins erreichen.» Mit den Kursen für Freiwillige wolle man nicht nur Privatpersonen ansprechen, auch das umliegende Gewerbe soll erreicht werden. «Hierzu ist bereits eine erste Aktion mit dem Verein Gewerbe Region Frick-Laufenburg auf der neuen Piste geplant», so Altschul.

Nicht nur aus Eigeninteresse, sondern auch aus Erfahrung heraus, legt Altschul ein freiwilliges Fahrtraining jedem ans Herz. «Es ist schon so, dass die Winter milder geworden sind und bei widrigen Strassenverhältnissen der eine oder andere Autofahrer deswegen schneller an seine Grenzen stösst, als dies früher der Fall war.» Zudem verleite einem die Technik und der Komfort der heutigen Fahrzeuge dazu, die Strassenverhältnisse zu unterschätzen.

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