Mumpf
Neue Perspektiven für die Schönegg: Ist der lange Schlaf bald vorbei?

In Mumpf liegt der Gestaltungsplan für das Areal Schönegg mit Hotellerie, Wellness, Erholung, Freizeit und Bildung vor. Das Areal soll endlich wieder aus seinem Dornröschenschlaf erwachen.

Peter Rombach
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Auf dem Wiesenteil links oben sollen auf der Schönegg neue Bauten entstehen. Gerry Thönen

Auf dem Wiesenteil links oben sollen auf der Schönegg neue Bauten entstehen. Gerry Thönen

Auf der Schönegg sind Solebad sowie Hotel- und Restaurantbetrieb seit zwanzig Jahren geschlossen. Die Gemeinde hat ein starkes Interesse, dass dort oben an exponierter Lage mit imposantem Ausblick auf die Rheinlandschaft und hinüber in den Hotzenwald wieder Leben einkehrt. Einst handelte es sich um ein beliebtes Ausflugsziel, der Kurbetrieb genoss hohes Ansehen. Seit das Objekt im Mumpf Eigentum einer Immobilienfirma steht, versanken die Gebäude in eine Art Dornröschenschlaf.

Nun scheint aber Bewegung in den «Fall Schönegg» zu kommen. Derzeit liegt nach Abschluss einer kantonalen Vorprüfung der Gestaltungsplan bis 15. Mai in der Gemeindeverwaltung öffentlich auf. Falls keine Einsprachen kommen, könnte das Werk an den Regierungsrat zur Genehmigung gehen.

Mit der Spezialzone Schönegg hatte sich der Gemeinderat schon von 1998 an beschäftigt, um das Areal planungsrechtlich zu sichern und Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. In der Folgezeit gab es diverse Optimierungen, um einen wirtschaftlichen Betrieb der alten Hotel- und Kuranlage zu ermöglichen.

Kein Zweifel: Neue Bauten sind notwendig

Im Gemeinderat bezweifelte niemand, dass neue Bauten notwendig sind. Die Gestaltungsplan-Pflicht für eine Fläche von 7310 Quadratmeter kann möglichen Investoren klare Zielsetzungen zu liefern. Im südöstlichen Teil des Areals sind zwei dreigeschossige Hauptbauten vorgesehen, die 60 Hotel- und Personalzimmer, eine Dienstwohnung sowie Fitness-, Gymnastik-, Seminar- und Lagerräume beinhalten, allerdings auch Küche und ein Restaurant.

Weil es sich um eine sensible Landschaft handelt, muss das oberste Geschoss talseitig um zwei Meter von der Fassadenflucht zurückgesetzt werden. Ferner ist eine unterirdische Einstellhalle für 38 Auto vorgesehen. Die Verkehrserschliessung kann über die asphaltierte Strasse erfolgen.

«Die Aussenanlagen sind sorgfältig zu gestalten und gut in die landschaftliche Umgebung und den Terrainverlauf einzupassen», heisst es in jenem Bericht, der mit dem Baugesuch auch die Vorlage eines «vollständigen Umgebungsplans» verlangt. Anzustreben seien auch die Förderung erneuerbarer Energien und die Nutzung von Abwärme. Gemeindeschreiber Reto Hofer bestätigte, dass die revidierte Bau- und Nutzungsordnung seit vergangenem März rechtskräftig sei. Die planerischen Überlegungen für die Spezialzone Schönegg habe man darin ebenfalls berücksichtigt. Ob nach Genehmigung des Gestaltungsplans bald ein Baugesuch kommt, hänge vom Grundeigentümer ab. Ein Vorprojekt existiere bereits.

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