Der Start am Karfreitag in die neue, nun bereits vierte Saison im Vogelpark Ambigua Zeihen war ein voller Erfolg. Mehr als einhundert Besucher kamen nicht nur aus der nahen Region, sondern von weiter her aus der Schweiz und aus Deutschland.

«Es gibt ja kaum noch Zoos, in denen eine solche Vielzahl und ein solcher Artenreichtum von diesen farbenprächtigen Exoten zu sehen und zu beobachten sind», meinte eine Besucherin im Gespräch. Viele Familien mit Kindern waren da, tauchten ein in das muntere Treiben und Gekrächze der Papagein, Sittiche, Kakadus und Amazonen. Inzwischen ist der Bestand dieser Tiere durch Neuzugänge von Fächer- und Sperlingspapageien, Barnardsittich sowie 70 lustigen Agaporniden, auch die Unzertrennlichen genannt, auf 425 angewachsen.

Agaporniden sind die kleinste Papageienart und gleichzeitig die agilsten. Sie spielen miteinander, streiten und necken sich, vertragen sich natürlich wieder, sind immer in Bewegung. Man könnte ihnen stundenlang zuschauen.

Neue freistehende Volieren geben allen Tieren den Raum, den sie brachen. Die Ruheinseln sind ein grünes Paradies geworden, ein Souvenirshop kam hinzu, Quereinsteigerin Heike Heuser vom Parkteam absolvierte erfolgreich ihren Abschluss als Wildtierpflegerin, seit diesem Jahr besitzt der Vogelpark die Bewilligung zur Ausbildung von Lehrlingen.

In der neuen Südamerika-Voliere können die extrem vom Aussterben bedrohten Aras Ambiguas und Sonnensittiche bewundert werden. Gab es vor 20 Jahren weltweit noch 15 000 Sonnensittiche, sind es heute nur noch 2000. Genauso sieht es mit den Aras Ambiguas aus. Lediglich 70 Paare leben noch frei in Costa Rica. Durch Holzraubbau dezimierte der Mensch deren Lebensraum fast völlig.

«Ein ganz wichtiges Anliegen ist mir, nach meinen Möglichkeiten dazu beizutragen, Papageienarten und Sittiche zu erhalten», erklärte der Gründer und Leiter des Vogelparks Zeihen Ralf Lanz. «Diese Exoten haben mich schon seit Kindertagen fasziniert.» Mit diversen Veranstaltungen im Park möchte er diese Anliegen weiter vertiefen.

Auch in dieser Saison gibt es wieder Führungen, Züchtertreffen, in den Schulferien den beliebten Ferienspass, Grillabende, Ambigua-Hocks, Vorträge und Workshops. Mit seinen Vorträgen ist Rolf Lanz europaweit unterwegs. Durch seine beachtenswerten Zuchterfolge ist er eingetragenes Mitglied im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm.

Öffnungszeiten Vogelpark 30. März bis 4. November, Mittwoch und Samstag 13 bis 18 Uhr, Sonntag 11 bis 18 Uhr mit Grill.