Hornussen
Neue Mobilfunkantenne: Jetzt telefoniert Sandy im Zug ohne Unterbruch

Wer im Zug zwischen Zeihen und Hornussen unterwegs ist, kann jetzt störungsfrei mit seinem Handy telefonieren. An der Bahnlinie bei Hornussen hat die SBB für 100000 Franken eine weitere Mobilfunkantenne errichtet.

Walter Christen
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Eine weitere Mobilfunkantenne: Lücke im Funknetz entlang der Bahnlinie zwischen Zeihen und Hornussen ist dadurch geschlossen worden. – Foto: chr

Eine weitere Mobilfunkantenne: Lücke im Funknetz entlang der Bahnlinie zwischen Zeihen und Hornussen ist dadurch geschlossen worden. – Foto: chr

«Doch, doch – in Baden hatte ich Anschluss, und mit dem Umsteigen in Brugg hat es bestens geklappt. Der Zug ist jetzt schon in Zeihen vorbeigefahren. Bis Frick dauert es nicht mehr lange, sodass... Bist du noch da? Hallo Käthi, hallo, halllooooo.» Aus und vorbei! Der Kontakt ist unterbrochen. Kunststück – der Zug, in dem Sandy sitzt und ihrer Kollegin per Handy die Ankunft in Frick durchgeben wollte, befindet sich auf der Bözberglinie auf dem Abschnitt zwischen Zeihen und Hornussen, wo die Funkverbindung ungenügend ist.

Doch diese Episode mit dem unterbrochenen Mobiltelefongespräch gehört der Vergangenheit an. Denn die Swisscom wusste, dass die Netzabdeckung dort ungenügend war und hat reagiert: 100 000 Franken wurden in den Bau einer Mobilfunkanlage investiert, die im Gebiet Zwimatt realisiert werden konnte. Seit der Inbetriebnahme der Antenne ist das Funkloch gestopft.

Dies fiel Sandy auf, als sie nach langer Zeit letzthin wieder einmal mit der Bahn nach Frick zu ihrer Kollegin fuhr und erfreulicherweise im wahrsten Sinne des Wortes ununterbrochen telefonieren konnte. Dabei hatte die Bahn Hornussen bereits hinter sich gelassen hatte und fuhr bereits Richtung Ueker Damm.

Schwierige Topografie für Funkwellen

Telefonierende Bahnkunden empfinden es logischerweise als störend, wenn ihre Gespräche während der Fahrt unterbrochen werden, wie das auf der Bözberglinie zwischen Zeihen und Hornussen der Fall war.

Selbst mit einer Optimierung der bestehenden Mobilfunkstandorte entlang des betreffenden Streckenabschnitts liess sich das Funkloch nicht schliessen, wie Messfahrten gezeigt hatten. Auch war eine Abdeckung von benachbarten Sende- und Empfangsstandorten aufgrund der topografischen Verhältnisse beziehungsweise wegen des dazwischenliegenden Waldes nicht möglich.

Nun sorgt die Anlage mit dem 25 Meter hohen Mast und der Kabine mit der technischen Ausrüstung neben dem Bahntrassee für die gute Verbindung. Störungsfrei im Netz – die Bahnkundschaft freuts.