Magden
Neue Doppelturnhalle in Magden ist notwendig

Der Gemeinderat Magden will auch künftig in die Optimierung der Infrastruktur investieren. Dabei platzierte der Gemeinderat den Neubau einer Doppelturnhalle ganz oben auf der Investitionsliste für die nächsten Jahre.

Peter Rombach
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Er beantragt jetzt einen Kredit über 140 000 Franken für einen Studienauftrag, der bauliche, sportliche und kulturelle Nutzungsvarianten darstellen soll.

Schon an der Zukunftskonferenz markierten die Sportvereine, dass die bestehende Hallenkapazität nicht ausreichend sei, was schliesslich zur Gründung einer IG Sport- und Kulturzentrum führte. «Wir wissen um den Mangel an Kultur- und Sportanlagen», bestätigt Gemeindeammann Brunette Lüscher. Eine neu installierte Kommission hatte sich im vergangenen Jahr mit Fragen wie Raumbedarf, Infrastruktur, Belegungsplänen und Organisationskonzepten beschäftigt. Daraus entwickelte sich schliesslich der Vorschlag, in Übereinstimmung mit einem Planungsbüro, den Neubau der angedachten Doppelturnhalle direkt im Anschluss an die bestehende zu realisieren.

Aus Sicht des Gemeinderats ist dieser Standort im Dorfzentrum geeignet, nicht zuletzt wegen der Parkierungsmöglichkeiten und kurzen Wege. Aber auch aus ökologischen wie ökonomischen Gründen: Der Anschluss an die bestehende, mit ausreichenden Kapazitäten ausgestattete Heizungsanlage mit Holzschnitzeln böte sich an. Ferner stünden künftig «multifunktional nutzbare Räume» für unterschiedliche Vereine zur Verfügung.

Ziel des Gemeinderats ist es nun, verschiedene Architekturbüros mit einem Studienauftrag zu beschäftigen, um «die beste Variante» für den geplanten Neubau der Doppelturnhalle zu bekommen. Für das eigentliche Projekt gilt laut Vizeammann und Finanzchef André Schreyer «in jedem Fall ein Kostendach von 7 Millionen Franken».

Sollte der Souverän jetzt dem Studienauftrag zustimmen, könnte er voraussichtlich im Dezember nächsten Jahres über einen Projektierungskredit entscheiden und damit die konkrete Bearbeitung des Projekts bis zur Baubewilligung ermöglichen. Die Genehmigung des Baukredits stünde aber erst 2012 auf der Traktandenliste für die Einwohnergemeinde. Ein Baubeginn käme somit Anfang 2013 infrage. Im Gemeinderat jedenfalls ist das Projekt unumstritten: «Wir haben eine grosse Vereinsdichte mit breitem Angebot», hält Gemeindeammann Brunette Lüscher fest und verweist auf die «starke Juniorenförderung» beispielsweise im Turnverein. Die Trainingsmöglichkeiten seien heute schon ausgereizt.

Die bestehende Doppelturnhalle wurde 1988 eingeweiht und galt damals als «ausreichend für die nahe Zukunft». Aber die Gegenwart verlangt bereits neue Planungen.