Kaisten/Laufenburg
Neue Brunnen in Kenia: Stiftung treibt Projekte voran

Neue Brunnen und mehr Licht im Spital – die Elsy-Amsler-Stiftung kann in Kenia weitere Projekte vorantreiben. Möglich machen dies grosszügige Spenden von Privatpersonen.

Merken
Drucken
Teilen
Elsy Amsler übergibt einen neuen Brunnen in Wiga, Kenia, der Dorfgemeinde.

Elsy Amsler übergibt einen neuen Brunnen in Wiga, Kenia, der Dorfgemeinde.

zvg

Am 16. Februar machte sich Elsy Amsler einmal mehr auf den Weg nach Kenia. Für den vierwöchigen Aufenthalt in ihrem Spital in Ndisi standen viele Arbeiten an. Da es drei Monate nicht mehr geregnet hatte und es sehr heiss war, herrschten grosse Trockenheit und extremer Wassermangel. Als Folge davon war in den besonders heissen westlichen Regionen Kenias die Cholera ausgebrochen. Glücklicherweise war das St. Elizabeth-Spital Ndisi bisher nicht betroffen davon.

Noch von der Schweiz aus hatte Elsy Amsler den Auftrag erteilt, den im letzten Jahr neu erstellten Brunnen im Spital tiefer zu gründen. Nun bringt er durchgehend genügend sauberes, klares Wasser, welches für den Spitalbetrieb ein Segen ist. Auch konnten zwei weitere Brunnen in benachbarten Dörfern gebaut werden. Dank der grosszügigen Spenden von Privatpersonen konnte die Elsy Amsler Stiftung insgesamt bereits sieben Brunnenprojekte realisieren.

Wie im Spital wurde nun auch im Personalhaus eine Solaranlage montiert, sodass auch dort nachts das Licht brennt und Steckdosen zur Verfügung stehen. Licht bedeutet nicht nur Komfort, sondern auch eine markante Verbesserung der Sicherheit.

Strasse in Regenzeit nutzbar

Die Zufahrtsstrasse beschäftigte Elsy Amsler einmal mehr. An zwei Orten mussten die Wasserabflussrohre saniert und an weiteren drei Orten neue Rohre verlegt werden. Auch wurde die Strasse bis zum Schulareal verlängert. Nun kann die Strasse auch in der bevorstehenden Regenzeit für die Krankentransporte benutzt werden.

Nach langem Ringen hat das Gesundheitsministerium dem St. Elizabeth Health Center im Februar endlich die offizielle Krankenkassen-Akkreditierung ausgestellt. Dafür musste ein Laptop mit Modem installiert werden, damit die Patientendaten unmittelbar bei der Krankenkasse überprüft werden können.

Die Krankenkassenzulassung wird dem Spital und dem einmal wöchentlich angebotenen Arztdienst bestimmt Auftrieb verleihen, da diese Dienstleistungen nun für mehr Leute erschwinglich werden. (az)