Frick
Neubau: Die Freikirche Chrischona muss wieder suchen

Eigentlich hätte die Chrischona in einen Neubau ziehen wollen. Das Vorhaben aber ist gescheitert.

Nadine Böni
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Die Chrischona Frick sucht nach einem neuen Standort. nbo

Die Chrischona Frick sucht nach einem neuen Standort. nbo

Nadine Böni

Die Pläne sind wieder von der Website der Chrischona Frick verschwunden. Noch im Januar hatte die Freikirche hier verkündet, dass sie bald in neue Räumlichkeiten umziehen werde. Am Stieracker war ein Gebäude geplant. Es sollte einerseits zu Gewerbezwecken genutzt werden, andererseits hätte es auch Platz für die neuen Räumlichkeiten der Freikirche gegeben. «Von der Enge in die Weite» lautete das Motto. Unter anderem waren mehrere Gruppenräume sowie ein Saal für rund 200 Personen vorgesehen (die AZ berichtete). Nun heisst die unmittelbare Zukunft doch wieder «Enge», denn: Das Gewerbegebäude am Stieracker wird zwar gebaut, die Chrischona aber zieht nicht ein.

Die Bauherrschaft und die Chrischona hätten «aufgrund unterschiedlicher Bedürfnisse» und «nach einem längeren Prozess» entschieden, auf eine gemeinsame Nutzung des Gebäudes zu verzichten, sagt Pfarrer Heinz Thaler. Die genauen Gründe seien eine Angelegenheit zwischen den beiden Parteien «und werden daher nicht öffentlich kommentiert», sagt Thaler weiter. «Beide Parteien bedauern, dass es nicht zur Realisation des gemeinsamen Neubaus gekommen ist.»

Für die Chrischona bedeutet das: Die Suche nach neuen Räumlichkeiten geht von Neuem los. Die Freikirche ist seit rund 30 Jahren in der Region tätig. Sie hat ihren Fricker Sitz derzeit in zwei Pavillons an der Werkstrasse. Die Räumlichkeiten allerdings sind inzwischen zu klein. Rund 85 Besucher kommen durchschnittlich zu den Gottesdiensten. Ausserdem lief der Vertrag mit dem Vermieter aus. Dieser kommt der Chrischona nun entgegen. «Dank unserem Vermieter können wir in den Räumen bleiben, bis wir etwas Geeignetes gefunden haben», sagt Thaler.

Keine einfache Suche

«Zeitdruck haben wir daher nicht und auch keine zeitliche Vorgabe», so Thaler weiter. Das fünfköpfige Leitungsteam der Chrischona Frick treibt die Suche trotzdem voran. Unterstützt werde es durch ein Sichtungsteam mit Fachleuten, das Angebote auf die Bedürfnisse der Freikirche bezogen prüft. Denn die Suche gestaltet sich nicht ganz einfach, konkrete Optionen gibt es derzeit nicht. Als Freikirche müssen die Räumlichkeiten in der Arbeitszone liegen. «Dies schränkt die Auswahl natürlich ein», sagt Thaler. Daneben muss auch die erforderliche Anzahl Parkplätze sichergestellt sein. Und: «Nicht zuletzt wird die Finanzierung durch Spenden aufgebracht, daher ist nicht jedes freie Gebäude für uns auch finanzierbar», so Thaler.

Die Chrischona ist offen, wie ihre neuen Räumlichkeiten aussehen. Grösser sollen sie sein, weil es neben den internen Anlässen auch Platz für soziale Angebote und Projekte geben soll. Die Freikirche strebt einen Kauf von Räumlichkeiten an. «Ob dies ein ganzes Gebäude oder ein Gebäudeteil ist, da sind wir offen», sagt Thaler. «Idealerweise würden wir uns gerne als Teil in einem Gewerbegebäude einbringen.»