Bözberg

Nein zum Endlager: Schon 1423 Personen haben Petition unterschrieben

Andreas Tscheulin: Vor 41 Tagen hat der 36-Jährige seine Petition «Nein zum Atomendlager im Nordaargau» lanciert.

Andreas Tscheulin: Vor 41 Tagen hat der 36-Jährige seine Petition «Nein zum Atomendlager im Nordaargau» lanciert.

Die Petition gegen ein Endlager im Bözberg ist gut angelaufen. Zu den bisher 1423 kommen täglich neue Unterschriften dazu. Doch der Weg ist noch weit. Bis Ende Juli sollen es 5000 Unterschriften sein.

«Es läuft gut», freut sich Andreas Tscheulin. Vor 41 Tagen hat der 36-Jährige seine Petition «Nein zum Atomendlager im Nordaargau», kurz: Nain, gestartet. Damit will er den Regierungsrat «ermuntern», sich im Sachplanverfahren «dezidiert gegen ein Endlager im Bözberg auszusprechen».

Aktuell haben 1423 Personen die Petition des SVP-Kommunalpolitikers unterschrieben; 339 online und 1084 auf realen Unterschriftsbögen. Vor gut zwei Wochen liess Tscheulin solche Bögen «von Eiken bis Riniken» durch die Post in alle Haushalte verteilen.

Täglich trudeln seither «gut ein Dutzend» Couverts mit neuen Unterschriften bei Tscheulin ein. «Ich habe keine Organisation im Rücken, die Unterschriften sammelt», meint der Einzelkämpfer, der auf «eine Handvoll Helfer» bauen kann.

Das Fehlen eines Sammelapparates merke man, «es geht alles viel langsamer und ist schwieriger». Mit den bislang gesammelten 1423 Unterschriften ist Tscheulin deshalb «sehr zufrieden». Auch mit den Reaktionen. «Viele melden sich bei mir und schreiben: Es ist schön, dass sich junge Leute derart engagieren.»

Sammelziel nach unten korrigiert

Beim Sammelstart sprach Tscheulin gegenüber der az von «rund 5000» Unterschriften, die er bis Ende Juli zusammenbringen wollte. 41 Tage und etliche Erfahrungen später korrigiert er das Sammelziel deutlich nach unten.

«Wenn ich 3000 Unterschriften zusammenbringe, bin ich zufrieden.» Sagts und kramt einen Zettel hervor, auf dem er, der Finanzverantwortliche im Familienunternehmen Tscheulin, fein säuberlich ausgerechnet hat, dass im Schnitt bislang 34,7 Unterschriften pro Tag eingingen und dass es über die ganze Sammelzeit gesehen 30 Unterschriften pro Tag braucht, um die 5000 doch zu erreichen. «Aber das ist reine Theorie», winkt er schnell ab. «Am Anfang läuft es ja meist besser. Und dann sind ja auch noch Sommerferien.»

Ganz hat Tscheulin, das spürt man, die 5000er-Marke noch nicht aus seinem Kopf verbannt. Ab April werde er zusammen mit einigen Helfern «in den grossen Zentren» noch Standaktionen durchführen, sagt er, «das wird nochmals einen Ruck geben».

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