Laufenburg

Naturschutzpreis für jahrzehntelanges Engagement für Wald und Flur

Josef Binkert (links) freut sich über den Naturschutzpreis 2018, den er von Meinrad Bärtschi, Präsident des Verbandes Oberfricktaler Natur- und Vogelschutz- vereine, erhält.

Josef Binkert (links) freut sich über den Naturschutzpreis 2018, den er von Meinrad Bärtschi, Präsident des Verbandes Oberfricktaler Natur- und Vogelschutz- vereine, erhält.

Der Verband Oberfricktalischer Natur- und Vogelschutzvereine ehrt Josef Binkert mit dem Naturschutzpreis 2018.

In Würdigung seines jahrzehntelangen Engagements für Nachhaltigkeit in Wald und Flur wurde Josef Binkert aus Laufenburg im Namen des Verbandes Oberfricktalischer Natur- und Vogelschutzvereine (VONV) in der Kulturwerkstatt Sulz von Präsident Meinrad Bärtschi der Naturschutzpreis 2018 für das obere Fricktal übergeben.

Auf einem grossen Bauernhof aufgewachsen, ist für den heute 75-jährigenBinkert seit frühester Kindheit ein Leben in und für die Natur zentraler Bestandteil des Alltags. 48 Jahre hat er im Wald gearbeitet, zuerst als Forstwart in Winterthur, danach war er 37 Jahre Förster in Laufenburg. Er ist Jäger mit Leib und Seele, war Obmann in der Jagdgesellschaft Sulz-Laufenburg und begeisterter Alpinist. Seit 1969 gehört er dem VONV an, engagiert sich dort auch in seiner Freizeit unermüdlich, besonders seitdem er 2006 in Pension ging.

Wie ein Baum

Sehr anschaulich und sinnig verglich Präsident Bärtschi in seiner Laudatio zeichnend das Wirken von Josef Binkert mit dem guten Gedeihen eines Baumes sowie einem Brückenbau vom Gestern zum Morgen. Binkerts stetes Ziel sei bis heute die Nachhaltigkeit in der Natur. Denn ganz wichtig sei ihm, dass auch nachfolgende Generationen den Wald nicht nur schätzen und nutzen können, sondern dort auch Erholung finden. Dies sei eine nicht immer einfache Gratwanderung, denn drei Bereiche sollten dabei möglichst ausgewogen in Einklang gebracht werden: die Ökologie, die Wirtschaftlichkeit sowie der soziale Bereich. Dafür habe sich der Preisträger mit enormer Tatkraft eingesetzt. Und das waren für Präsident Bärtschi die Wurzeln an seinem Baum, fest verankert in die Erde. Josef Binkert war leidenschaftlicher Förster, er beobachtet die Natur mit kundigem Blick, setzt mit Tatendrang und Begeisterung die Dinge um, die er für wichtig und unabdingbar hält. Nicht alleine, sondern mit Freunden und Gleichgesinnten, die er mit Elan zu motivieren versteht.

Grosses Wirken

Die Liste seines Wirkens in all den Jahren ist lang. Hier nur ein paar Beispiele: er war massgeblich beteiligt an der Realisierung der Weiher Lehmlöcher und Krebsenbach, er pflanzte und pflegte mit dem kürzlich verstorbenen VONV-Naturschutzpreisträger Fritz Ledermann in Ittenthal und auf dem Schinberg Hochstammbäume, er gestaltete den Waldlehrpfad Heuberg mit. Sehr ansprechend sind die Wegweiser im Laufenburger Forst, mit ungebrochener Begeisterung vermittelt er sein Wissen und die faszinierenden Abläufe im Lebensraum Wald. So zeichnet er auch heute noch den jeweiligen Zeitpunkt von Blattentfaltung der Bäume über den Blühbeginn bis hin zum Blattfall von Buche, Bergahorn und Co. auf und gibt diese Beobachtungen seit 50 Jahren an Meteo Schweiz weiter.

«Hochgeschätzt werden sein Fachwissen, seine Leidenschaft, seine Beobachtungsgabe», unterstrich Präsident Bärtschi, und weiter: «Wer so durch die Natur geht und mit ihr lebt, hat diesen Preis wohlverdient.»

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