Rheinfelden
«Natur pur» als Motto: Mit der Geiss durchs bunte Städtlein

Das Ziel des diesjährigen Jugendfests in Rheinfelden: Jeder soll «Natur pur» sein dürfen und so akzeptiert werden.

Nadine Pfeifer
Merken
Drucken
Teilen
Die Jugendfestkommission und die beteiligten Vereine sind bereit, für viel Farbe und Natur am Jugendfest.Nadine Pfeifer

Die Jugendfestkommission und die beteiligten Vereine sind bereit, für viel Farbe und Natur am Jugendfest.Nadine Pfeifer

Nadine Pfeifer

Alle sollen wissen, dass das Jugendfest bevorsteht. Dazu werden wie bereits vor zwei Jahren Holzmännlein aufgehängt, dieses Jahr treu dem Motto «Natur pur» dekoriert, und neu werden die Abfalleimer innerhalb des Jugendfest-Areals verziert. «Die Lehrerinnen vom textilen Werken haben das Projekt mit den Schülern umgesetzt. So nimmt man die Abfalleimer besser wahr», erklärt Andrea Müller, Lehrerin und Verantwortliche für den Stadtschmuck.

Es sollen alle mitmachen können am Samstag, 20. Juni. Darunter auch Kinder, denen die Eltern kein grosses Taschengeld geben können. Sämtliche Kinder, die in Rheinfelden wohnen, bekommen ein Jugendfest-Säckli. Darin enthalten sind die ersten Jetons für den Luna-Park, Essensbons und 10 Franken «Jugendfestbatzen».

Im neuen Festführer befindet sich auch eine Seite mit den wichtigsten Zeichen in Gebärdesprache. «Rund 150 Kinder in Rheinfelden haben eine Hörbehinderung. Wir wollen sie nicht ausgrenzen. Deshalb wird auch meine Rede in Gebärdensprache übersetzt werden», erklärt Béa Bieber, Stadträtin und Präsidentin der Jugendfestkommission.

Das Motto «Natur pur» wird am Jugendfest gelebt. Schon der Festführer erscheint «wild und bunt». Béa Bieber sagt: «Er ist bewusst nicht einheitlich gehalten.» Die Natur verkörpert auch der Natur- und Vogelschutzverein Rheinfelden (NVVR), der einen Stand betreiben wird. «Wir haben farbige Infoposter, Gwunderboxen, in die man hineinfassen kann, und die Schüler können an einem Wettbewerb teilnehmen», erklärt Daniela Müller Brodmann, Vorstandsmitglied des NVVR

Farbenfrohes Spektakel

Das Motto könne auch auf den Menschen bezogen werden. Jeder soll «Natur pur» sein dürfen, eben so wie er gerne ist, so Béa Bieber.

Farbig wird es vor allem am Samstagabend um 18 Uhr. Dann findet bereits das zweite Mal das Holy-Spektakel statt, bei dem alle gleichzeitig farbiges Pulver in die Luft werfen. «Es gab letztes Jahr einige, die im Nachhinein bereut haben, nur zugeschaut und nicht mitgemacht zu haben», sagt Béa Bieber. Ein weiteres Highlight soll der an den Foxtrail angelehnte Goattrail durch Rheinfelden werden.

Das Jugendfest versucht, das Moderne mit dem Traditionellen zu verbinden. Neu ist, dass es eine App zum Fest gibt. Darauf sind Programmpunkte ersichtlich. Sie wird auf der Website www.jufe.ch zum Download bereit stehen.

Traditioneller Umzug

Der Jugendfestumzug, der um 12 Uhr mit Böllerschüssen angekündet wird, damit man um 13.30 Uhr sicher bereit ist, ist ein traditionelles Element. «Die Schüler freuen sich, bunt durch das Städtlein zu ziehen. Und er wird dieses Jahr von viel Musik begleitet», so Béa Bieber.

Auch auf der Bühne ist für Musik gesorgt. Die Bands Neverage, die bereits Vorband für Brian Adams war, und Life Wire, eine AC/DC-Tribute-Band, werden auftreten.

Wer es lieber etwas ruhiger mag, ist im Chillout-Bereich, den Schijk organisiert, gut aufgehoben oder in der Festbeiz, die der FC Rheinfelden betreibt. An die 90 Helfer hat der Fussballklub dafür zusammengetrommelt.