Noch erinnern vielerorts beleuchtete Tannenbäume und weihnachtlich dekorierte Fenster an die erst wenige Tage zurückliegende Festtagszeit. Von der ruhigen, eher besinnlichen Zeit geht es nun Richtung der farbenfrohen und närrisch ausgelassenen Tage. Fasnacht steht heuer ganz besonders früh vor der Türe.

In Laufenburg laufen beidseits die Vorbereitungen für das grosse grenzüberschreitende Narrentreffen auf Hochtouren. «Wir haben zum heutigen Zeitpunkt 98 Prozent organisiert», so , Claus Epting, deutscher Zunftmeister der Narro-Alt-Fischerzunft 1386.

Sein Schweizer Amtskollege René Leuenberger nickt zustimmend, auch die restlichen 2 Prozent sind in Arbeit. Am 26. Und 27. Januar sind die Gassen der beiden Altstädte ganz in den Händen von mehreren Tausend Zünftlern und einem hoffentlich grossen fasnachtsbegeisterten Publikum.

«Es darf schneien, es darf kalt sein. Nur regnen sollte es nicht», machte Leuenberger deutlich, dass das OK für das grosse Narrentreffen zwar vieles organisieren kann, beim Wetter hingegen sind alle machtlos.

Ein Grossteil der 56 an grossen Umzug teilnehmenden Gruppen sind Zünfte. Ihre Kostüme, Masken werden bei Regen in Mitleidenschaft gezogen. Eine nasse Witterung mindert zudem die von einigen Zünften während des Umzugs gebotenen Brauchtumsvorführungen. Daher hoffen dieVerantwortlichen auf eine gute närrische Gesinnung bei Wettergott Petrus.

In Laufenburg wird es eng

Nicht alle der rund 5000 erwarteten Zunftmitglieder werden die Nacht vom 26. Auf den 27. Januar in Laufenburg verbringen. Dennoch mussten in und um Laufenburg rund 1800 Betten - 1200 davon in Hotels der Rest in Massenunterkünften - reserviert werden. Wie die beiden Zunftverantwortlichen erklärten, können auch zahlreiche Umzugsteilnehmer privat unterkommen.

Der Umzug startet am 27. Januar um 13 Uhr auf Schweizer Seite bei der Burgmatt. Ziel auf deutscher Seite ist bei der Rappensteinhalle.

Bereits am 26. Januar wird wieder einmal seit Langem ein Narrenbaum beim Burgmattplatz auf Schweizer Seite gestellt. Der 30 Meter lange Geselle wird von der Narrenzunft Radolfszell überbracht. Rund 50 Kinder werden den Hölzernen von der minderen (deutsche) in die mehrere (Schweiz) Stadt ziehen. Nach dem Stellen des Baumes laden die Zünfte zu Brauchtumsvorführungen ein.