Seit knapp zwei Wochen ist klar: Der vom Kaister Gemeinderat geplante Zaun beim Mühleweiher wird nicht gebaut. Der Gemeinderat beerdigte das Projekt nach einem wochenlangen Zank.

Zur Erinnerung: An der Gemeindeversammlung im Juni forderte Anton Schnetzler die Behörde per Überweisungsantrag auf, das Zaun-Projekt an der Versammlung im Herbst zu traktandieren. Der Gemeinderat verwies darauf, dass das Geschäft im Rahmen des Budgets bereits bewilligt worden sei, und nahm den Antrag deswegen nicht entgegen – woraufhin Schnetzler mit einer Beschwerde an den Kanton gelangte. Noch bevor dieser darüber entscheiden konnte, zog der Gemeinderat das Projekt allerdings zurück. Das war Mitte Juli.

Vision für die Zukunft

Schnetzler zieht nun, einige Tage später, seine Schlussfolgerungen aus dem Hin und Her. Dabei geht er mit dem Gemeinderat noch einmal hart ins Gericht. Er spricht unter anderem von einem «unverzeihlichen Fehler und Lapsus», als der Gemeinderat unterliess, das Geschäft zu traktandieren. Und er spricht von Spuren, welche die Mühleweiher-Geschichte im Dorf hinterlassen habe. Das Trauerspiel sei nun abgeschlossen und Vergangenheit, so Schnetzler, allerdings nicht ohne anzufügen: «Wunden heilen, zurück bleibt aber eine Narbe.»

Trotzdem oder gerade deswegen formuliert er auch eine Vision für die Zukunft. «Der Gemeinderat und die Stimmbürgerschaft müssen am gleichen Strick ziehen – miteinander», so Schnetzlers Wunsch.