Laufenburg
Nach Unfall mit Sattelschlepper: Versicherung zahlt keine neue Schülerpasserelle

An der nächsten Gemeindeversammlung will der Stadtrat informieren, wie es in Sachen Passerelle weitergeht. Klar ist, die Versicherung zahlt nur das Provisorium und den Zeitwert.

Marc Fischer
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Schon kurz nach dem Crash wurde in Laufenburg eine provisorische Passerelle errichtet. archiv/mf

Schon kurz nach dem Crash wurde in Laufenburg eine provisorische Passerelle errichtet. archiv/mf

Marc Fischer

126 Unterstützer fand die Petition von Peter Daniel auf der Petitionsplattform petitio.ch der Aargauer Zeitung. Daniel fordert darin den Stadtrat auf, eine neue Passerelle in Laufenburg als Ersatz für die durch einen Sattelschlepper zerstörte Fussgänger-Brücke über die Kantonsstrasse (K130) beim Schulhaus Burgmatt zu bauen. Als Grund führt er die Sicherheit der Schüler an. «Ausserdem», so schreibt er im Petitionstext, «sollten die Kosten für den Ersatzbau vom Verursacher gedeckt sein.»

Kopie von Unfall Laufenburg
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Eine auf einem Anhänger verladene Arbeitsmaschine blieb bei der Durchfahrt an einer Fussgängerbrücke in Laufenburg hängen.
Eine auf einem Anhänger verladene Arbeitsmaschine blieb bei der Durchfahrt an einer Fussgängerbrücke in Laufenburg hängen.

Kopie von Unfall Laufenburg

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In seiner Antwort betont der Stadtrat, dass auch ihm die Sicherheit der Schüler am Herzen liege. Nicht zutreffend sei aber, dass die Versicherung des Unfallverursachers die Kosten für einen Ersatz trage. «Sie entschädigt nur den Zeitwert», präzisiert Stadtrat Christian Rüede – und dieser sei «sehr gering», da die Passerelle bereits 30 Jahre alt war. Dagegen kommt die Versicherung für das errichtete Provisorium auf. Dessen Kosten belaufen sich laut Rüede inklusive der Miete für acht Monate auf 32 000 Franken. Der weitere Mietpreis beträgt 500 Franken pro Woche. Wie lange die Versicherung die Mietkosten trage, sei derzeit noch in Abklärung.

Gemäss Stadtammann Herbert Weiss nimmt man die Petition zum Anlass, weitere Abklärungen zu treffen. «Eine Passerelle ist anscheinend ein Bedürfnis», so Weiss. Ebenfalls prüfe der Kanton derzeit noch einen Fussgängerstreifen mit Ampel. «Ziel ist es, an der nächsten Gemeindeversammlung zu orientieren und allenfalls eine Vorlage zu bringen», so Weiss.