Eiken
Nach Unfall auf A3: Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung eröffnet

Am Montag ist ein Asylbewerber auf der A3 bei Eiken tödlich verunglückt. Nun ist definitiv, dass der 27-jährige durch den Zusammenprall mit einem Auto getötet wurde. Zwei mögliche Täter haben ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung am Hals.

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Tödlicher Unfall auf der Autobahn A3 bei Eiken
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Die Kantonspolizei Aargau mitten in der Nacht bei der Tatbestandsaufnahme auf der Autobahn A3 bei Eiken

Tödlicher Unfall auf der Autobahn A3 bei Eiken

Tele M1

Der 27-jährige Ägypter wurde in der Nacht auf den Montag tot auf der Autobahn A3 bei Eiken aufgefunden. Im Laufe der Woche gab die Polizei bekannt, dass der Asylbewerber vermutlich von einem Auto angefahren wurde. «Die tot aufgefundene Person wurde mutmasslich angefahren oder überfahren und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu», sagte Roland Pfister, Sprecher der Kantonspolizei, gegenüber «Radio Argovia».

Eine Obduktion am Institut für Rechtsmedizin Bern hat diese Vermutung nun bestätigt. Zwischenzeitlich konnten ein 44-jähriger und ein 68- jähriger Schweizer zum Hergang befragt werden. Beide bestätigten, dass sie um ca. 02.15 Uhr auf der A3 eine Kollision gehabt hätten. Dass es sich dabei um einen Menschen gehandelt hat, war beiden gemäss eigenen Aussagen zum Zeitpunkt der Kollision nicht bewusst.

Beim 68-jährigen Schweizer handelt es sich um diejenige Person, die auch den Notruf abgesetzt hatte. Der 44-jährige Schweizer, der beruflich mit einem Dienstfahrzeug unterwegs war, wurde von seinem Arbeitgeber bei der Polizei gemeldet.

Grosse Fragezeichen beim Tathergang

Wie der Asylbewerber in der Nacht auf die Autobahn gelangte, ist weiterhin unklar und wird von der Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg untersucht. «Wir stehen noch am Anfang der Ermittlungen», sagt Mediensprecherin Elisabeth Strebel auf Anfrage der Aargauer Zeitung. Die Staatsanwaltschaft hat gegen beide Personen ein Strafverfahren wegen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz und fahrlässiger Tötung eröffnet.

Ob eine der beiden Personen oder allfällige weitere Fahrzeuglenker ursächlich sind für den Tod des Opfers, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen. Um den genauen Tathergang abschliessend zu klären, hat die zuständige Staatsanwaltschaft weitere Gutachten in Auftrag gegeben.

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