«Echte Tierhelden»

Nach TV-Sendung: Spendenflut für den Tierlignadenhof in Kaisten

Stefanie Sutter, Co-Leiterin vom Tierlignadenhof in Kaisten, betreut unter anderem 25 Katzen.

Stefanie Sutter, Co-Leiterin vom Tierlignadenhof in Kaisten, betreut unter anderem 25 Katzen.

Nach den ersten beiden Folgen «SRF bi de Lüt – Echte Tierhelden» erhält der Tierlignadenhof viel positive Resonanz. Für Stefanie Sutter und ihre Schwester Janina ist unglaublich motivierend.

Frühmorgens: Der Wecker klingelt. Stefanie Sutter erwacht. Ebenso die acht Hunde, die in Sutters Bett oder um dieses herumliegen. Die Szene bildet den Einstieg der Serie «SRF bi de Lüt – Echte Tierhelden», die in fünf Folgen, jeweils freitags um 20.05 Uhr auf SRF1, Einblicke in den Tierlignadenhof gibt. Auf diesem kümmert sich Stefanie Sutter mit ihrer Zwillingsschwester Janina um das Wohl von rund 150 Tieren – viele von ihnen wurden durch den Tot des Besitzers halterlos.

«Dass das Kamerateam bei mir im Schlafzimmer stand, damit hatte ich keine Probleme», sagt Stefanie Sutter. Schliesslich ginge es darum, dem Zuschauer einen authentischen Eindruck davon zu geben, wie das Zusammenleben mit den Tieren funktioniere. Konkret sollte durch den Einstieg auch gezeigt werden, wie viel Arbeit es bereite, für Hygiene auf dem Hof zu sorgen. «Decken und Bezüge müssen permanent gesäubert werden; die Industrie-Waschmaschine läuft rund um die Uhr.»

Knapp zwei Wochen war das dreiköpfige Fernsehteam für die Dreharbeiten auf dem 200 Jahre alten Hof zu Besuch. «Wir wissen nicht, welche Aufnahmen bei den Folgen ausgestrahlt werden», sagt Stefanie Sutter. Deswegen sitze sie mit ihrer Schwester immer mit einer positiven Spannung am Freitagabend auf der Couch, bevor es losgeht. Besonders gut hat Stefanie Sutter die erste Folge gefallen. «Dort kam unsere Philosophie sowie unsere Verantwortung gegenüber den Tieren gut herüber.»

Die ganze Sendung «SRF bi de Lüt – Echte Tierhelden»: 

Sendung führt zu vielen Spenden

Stefanie Sutter verhehlt nicht, dass die Sendung auch eine Gelegenheit ist, den Hof bekannter zu machen. Schliesslich finanziere man sich als Stiftung über Spenden. «Viele kleine und einige grössere Beträge sind seit der ersten Sendung bei uns eingegangen», sagt Stefanie Sutter. Die grösste Spende habe 1500 Franken betragen. Darüber hinaus gab es auch Sachspenden wie etwa Futter. Auch E-Mails – rund 100 unmittelbar nach der ersten Sendung – erreichten den Tierlignadenhof, in denen die Absender den Zwillingsschwestern für ihre Arbeit ein Kränzchen windeten. «Das ist unglaublich motivierend und zeigt uns, dass wir das Richtige tun», sagt Stefanie Sutter.

Das Schicksal von Hausschwein Paula steht im ­Mittelpunkt der Sendung.

Das Schicksal von Hausschwein Paula steht im ­Mittelpunkt der Sendung.

Positiv an den ersten beiden Folgen fand Stefanie Sutter, dass auch die Tiere und ihre Geschichten im Vordergrund standen. Eine davon ist jene von Hausschwein Paula, das die ersten sieben Jahre ein Dasein als Gebärmaschine fristete, vor dem Schlachthof gerettet wurde und nun seit zwei Jahren auf dem Gnadenhof lebt. Das Veterinäramt verbietet in der zweiten Folge jedoch die Einzelhaltung von Paula und fordert, «die Vergesellschaftung» mit einem zweiten Hausschwein, obwohl sich laut Stefanie Sutter «Paula» auf dem Hof «sauwohl» fühlt. Welches Schicksal Hausschwein Paula ereilt, wird in den nächsten Folgen aufgelöst werden.

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