Schupfart

Nach Schuss auf Katze: Jäger gibt das Jagdpatent freiwillig ab

Patentabgabe nach Katzenabschuss

Patentabgabe nach Katzenabschuss

Nachdem ein Jäger im Oktober in Schupfart eine Katze mit einem Fuchs verwechselte und sie erschoss, gibt er nun freiwillig sein Jagdpatent ab.

Der Jäger, der im letzten Oktober in Schupfart eine Katze erschoss, weil er sie für einen Fuchs hielt, gibt sein Jagdpatent ab. Die ihm auferlegte Strafe akzeptiert er jedoch nicht.

Weil er eine rötliche Hauskatze für einen kranken Fuchs hielt, kam es letzten Oktober in Schupfart zu einem fatalen Zwischenfall: Der Jäger erschoss das schlafende Tier in einem Privatgarten. Die Nachricht machte über das Dorf hinaus Schlagzeilen. «Ich habe das Tier für einen im Quartier gesuchten Fuchs gehalten», sagte der Jäger damals zur az. Er begreife nicht, wie ihm ein solcher Fehler habe unterlaufen können.

Inzwischen hat der Jäger sein Jagdpatent freiwillig abgegeben, wie Reto Fischer vom Amt für Jagd und Fischerei gegenüber der az bestätigt. «Das kommt sehr selten vor», erklärt Thomas Stucki, Leiter der Sektion Jagd und Fischerei, gegenüber Tele M1. Normalerweise deponieren Jäger den Jagdpass, wenn sie beispielsweise gesundheitliche Probleme haben.»

Sein Irrtum blieb für den Jäger nicht ohne Folgen: Die Besitzer der Katze zeigten den Mann an. Daraufhin eröffnete die Staatsanwaltschaft ein Verfahren und stellte einen Strafbefehl gegen den Beschuldigten aus. Sie verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen und einer Busse von 600 Franken. Die Begründung: Zum einen habe er fahrlässig die Würde eines Tieres missachtet und ihm Schaden zugefügt (fahrlässige Tierquälerei). Zum anderen habe er unberechtigt ein Haustier ausserhalb des Waldes abgeschossen (Widerhandlung gegen das Jagdgesetz).

Wie Sandra Zuber, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft, der az auf Anfrage bestätigte, hat der Jäger Einsprache gegen den Strafbefehl erhoben. Als Nächstes wird sich nun das Gericht mit dem Fall auseinandersetzen. Die Katzen halter hoffen nun sogar auf eine härtere Strafe, wie sie gegenüber Tele M1 auf Anfrage mitteilten. (az/cze)

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