Rheinfelden
Nach Referendum: Lösung für das Rote Haus ist in Aussicht

Nach dem Referendum hat der Rheinfelder Stadtrat neue Pläne. Das Haus gegenüber der Rheinfelder Schifflände ist dringend sanierungsbedürftig.

Nadine Pfeifer
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Eine Schlüsselstelle der baulichen Entwicklung Rheinfeldens – das Rote Haus – ist in marodem Zustand.Archiv/stg

Eine Schlüsselstelle der baulichen Entwicklung Rheinfeldens – das Rote Haus – ist in marodem Zustand.Archiv/stg

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Die Planung des Umbaus des Roten Hauses soll nach langem Hin und Her bald weiter gehen. Das Haus gegenüber der Rheinfelder Schifflände ist dringend sanierungsbedürftig und das nicht erst seit Kurzem.

Vorschläge eingegangen

Seit der Annahme eines Referendums im vergangenen Mai gegen den 4.36 Millionen Franken teuren Umbau des Roten Hauses, suchte der Stadtrat nach günstigeren Varianten. Ende Januar sind nun konkrete Pläne eingetroffen, wovon einer favorisiert wurde. Wie dieser konkret aussieht, möchte Stadtammann Franco Mazzi noch nicht sagen, nur so viel: Die Grundidee ist die gleiche geblieben. Jedoch wurde die Umsetzung überarbeitet. Es wird voraussichtlich bei einem Ort für Beratungen bleiben.

Nun stehen Gespräche mit den beteiligten Parteien, also dem Referendumskomitee und den am Gebäude interessierten Institutionen, an. Im nächsten Dezember wird der neue Vorschlag an der Gemeindeversammlung zur Abstimmung stehen.

Bereits im Dezember 2013 stimmte die Gemeindeversammlung dem Umbau des Roten Hauses zu. Ein Beratungszentrum für die Bereiche Jugend, Familie und Alter sollte in das ehemalige Bauernhaus einquartiert werden. Entsprechenden Institutionen fehlten Räumlichkeiten nach der Schliessung der «Salmeschür». Durch einen Anbau mit Mehrzweckraum sollte das Rote Haus zu einem lebendigen Ort werden, der auch die Altstadt belebt.

«Überflüssiger Luxus»

Die SVP stellte an der Gemeindeversammlung einen Rückweisungsantrag aufgrund der hohen Kosten, der zugunsten des Beratungszentrums abgelehnt wurde. Doch schon einen Tag später startete die SVP eine Unterschriftensammlung, gegen den teuren Umbau. Das Referendum wurde bei einer Abstimmung am 18. Mai 2014 angenommen, womit sich der Umbau vorerst erledigt hatte.

Daniel Vulliamy, Präsident der SVP Rheinfelden, kritisierte in einem Leserbrief in der az im Januar 2014: «Der Anbau ist ein überflüssiger Luxus und für das Funktionieren der Institutionen unnötig.» Fritz Gloor, Präsident des Referendumskomitees, sagte damals: «Die Basler Versicherung, 50 Meter neben dem Roten Haus, hat uns darauf hingewiesen, dass im Erdgeschoss ihrer Liegenschaft bestens eingerichtete, helle, behindertengerechte Räumlichkeiten zur Verfügung stehen und gemietet werden können.»

Abriss ausgeschlossen

Vereinzelt wurde auch ein Abriss des maroden Gebäudes gefordert. «Für den Stadtrat stand ein Abriss jedoch nie zur Diskussion», sagt Franco Mazzi. Das Rote Haus sei eine Schlüsselstelle der baulichen Entwicklung Rheinfeldens. Das Gebäude steht unter kommunalem Schutz, diesen könnte die Gemeindeversammlung allerdings aufheben.

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