Kaisten
Nach langer Vorgeschichte: Am Dorfbach entsteht ein neues Quartier

Auf dem Areal Hofacher in Kaisten sollen in den nächsten Jahren 63 Wohneinheiten in vier Mehrfamilienhäusern entstehen. Spätestens im Herbst soll der Bau beginnen.

Susanne Hörth
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Auf dem hangseitigen Baufeld (links oben) sind Einfamilienhäuser geplant. Auf der grossen Fläche links und rechts vom Bach je zwei Mehrfamilienhäuser.

Auf dem hangseitigen Baufeld (links oben) sind Einfamilienhäuser geplant. Auf der grossen Fläche links und rechts vom Bach je zwei Mehrfamilienhäuser.

zvg

Am Montag hat Martin Schnetzler von der Schnetzler Immobilien AG in Kaisten, das Baugesuch für die grosse Hofacher-Überbauung bei der Gemeinde Kaisten eingereicht. Erst vor einem Jahr hatte er das zentral gelegene Areal für 2,714 Millionen Franken von der Gemeinde erworben. Dem Kauf ging eine rund fünf Jahre dauerende, sehr wechselhafte Geschichte voraus. Es wurde geplant, beschlossen, gestritten, überarbeitet, zurückgewiesen und neu verhandelt.

Vor einem Jahr dann brachte sich Martin Schnetzler in das Geschäft ein und überbot das Kaufangebot der JKB Immobilien aus Frick um gut eine halbe Million Franken. Zu diesem Zeitpunkt war der Investorenwettbewerb bereits abgeschlossen, die JKB stand als Investor schon bereit. Aber eben nur fast. Das Kaister Stimmvolk gab dem Mann aus dem eigenen Dorf den Vorzug.

Unterirdische Verbindungen

Martin Schnetzler ist überzeugt, mit seinem Bauvorhaben den von der Gemeindebehörde gestellten Anforderungen gerecht zu werden. Die Idee ist, auf dem direkt am Bach gelegenen Grundstück Wohnraum zu realisieren, der den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht wird. Gemeinsam mit den Vogel Architekten aus Rheinfelden setzt Schnetzler Immobilien AG das nun um.

Die Zufahrt zu dem neuen Quartier, das hier mitten im Dorf entsteht, wird von der Hauptrasse her zwischen dem ehemaligen «Hirschen» und dem Café Cassiopeia erfolgen. Ein Teil dieses Strassenstückes besteht schon. Die Gemeinde wird noch eine neue Brücke über den Kaisterbach realisieren.

Die insgesamt vier Mehrfamilienhäuser – je zwei auf jeder Bachseite – sind mit den Einstellhallen und Zufahrten unterirdisch miteinander verbunden. Das bedeutet, dass die beiden Wohnblöcke, die näher an der Hauptstrasse zu stehen kommen, mit den Autos nur via Bachunterführung erreicht werden können.

Eine Unterführung, die heute noch nicht besteht und im Zuge der unterirdischen Bauten erstellt wird. Oberirdisch sind alle Liegenschaften mit Fusswegen inklusive einer zusätzlichen Fussgängerbrücke über den Bach verbunden.

Kinderfreundliches Areal

«Wir wollen das Idyllische und Naturnahes mit dem Bach beibehalten. Dazu planen wir auch eine einseitige Abflachung des Bachs. Das Areal soll auch weitgehendst autofrei sein», erklärt Martin Schnetzler die unterirdischen Verbindungen.

Wiesen und Bäumen, Begegnungsflächen, Spielplatz und -wiese sorgen nicht nur zusätzlich für Auflockerung zwischen den vier dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern mit Attikawohnungen, sondern berücksichtigen auch die Bedürfnisse von Kindern.

Durch das Erwerben von zwei zusätzlichen Grundstücken war es für die Schnetzler Immobilien möglich, viel Grünfläche zu schaffen. In diese kommen auch die Fünfeinhalb-Zimmer-Häuser auf der hangseitigen Baufläche, Richtung Lümberg in Genuss. Verbunden sind diese Häuser mit Doppelcarports.

Insgesamt 29 Zweieinhalb- bis Viereinhalb-Zimmer-Wohnungen werden zur Miete angeboten. In den beiden Gebäuden zwischen den neun Einfamilienhäuser und dem Bach stehen nach ihrer Fertigstellung gesamthaft 25 Dreieinhalb- bis Fünfeinhalb-Zimmer-Wohnungen zum Verkauf. Alle Gebäude entsprechen dem Minergiestandard.

Läuft alles nach Plan, so hofft Martin Schnetzler, im Sommer oder Herbst 2016 mit dem Bau beginnen zu können. Gestartet wird mit den später zum Verkauf stehenden Einfamilienhäusern.

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