Wallbach

Nach Konkurs der Renus Group AG: Drei Lehrlinge haben bereits eine neue Stelle

Die Renus Group AG aus Wallbach ist nun offiziell in Konkurs. Für die Mitarbeitenden werden Lösungen gesucht.

Die Renus Group AG aus Wallbach ist nun offiziell in Konkurs. Für die Mitarbeitenden werden Lösungen gesucht.

Das Konkursgericht hat über die Renus Group AG offiziell Konkurs eröffnet – für einige der rund 40 Angestellten gibt es bereits eine Lösung.

Das Wallbacher Unternehmen Renus Group AG ist offiziell Konkurs. Am vergangenen Freitag hatte Patrick Hirzel, Geschäftsführer und einziger Verwaltungsrat, die Zahlungsunfähigkeit der Baufirma festgestellt, die Insolvenzerklärung abgegeben und so beim Bezirksgericht Rheinfelden den Konkurs beantragt. Am Mittwoch nun habe das Konkursgericht über die Renus Group AG offiziell Konkurs eröffnet. Das heisst es in einer gestern Donnerstag verschickten Mitteilung des Unternehmens.

Hirzel hatte die rund 40 Mitarbeiter und die Kunden am Montag über die Insolvenz informiert. «Es herrschte grosse Betroffenheit. Alle machen sich verständlicherweise Sorgen, wie es weitergeht», sagte er gegenüber der AZ. Der Geschäftsführer kündigte an, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten für seine Mitarbeiter und deren Zukunft einsetzen zu wollen.

Jobangebote für Mitarbeiter

Nun kann Hirzel in dieser Hinsicht erste Erfolge vermelden. In der Zwischenzeit sei es ihm gelungen, für die von der Insolvenz betroffenen drei Lehrlinge neue Ausbildungsplätze zu finden, heisst es in der Mitteilung. «Ebenso haben zahlreiche der rund 40 Mitarbeiter neue Jobangebote erhalten.» Wie viele genau, führt Hirzel nicht weiter aus. Die übrigen Mitarbeiter würden vom Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) betreut.

Die in der Baubranche – Zimmerei, Schreinerei und Innenausbau sowie Spenglerei – tätige Firma habe in den vergangenen Jahren «den Margendruck auf etablierte Bauunternehmen massiv zu spüren» bekommen, begründete Hirzel Anfang Woche den Schritt. Bereits Ende 2017 befand sich die Renus Group AG, die 2013 die Wallbacher Kaufmann Holz+Bau AG übernommen hatte, demnach in einem Liquiditätsengpass. «Dieser hat sich durch den Margendruck und mangelnder Zahlungsmoral der Kunden weiterhin verschlechtert», so Hirzel weiter. Komme hinzu, dass Lieferanten mit Nachdruck mitteilten, weitere Waren- und Materialbezüge einzustellen, sofern sich die finanzielle Lage nicht umgehend bessern sollte. Auch Subunternehmer und Temporärbüros hätten angekündigt, ihre Leistungen einzustellen.

Man habe gegen die drohende Insolvenz angekämpft, und die Mitarbeitenden hätten einen «überdurchschnittlichen Einsatz» gezeigt. Aber sämtliche Rettungsversuche scheiterten. «Wir haben noch einmal versucht, lukrative Aufträge an Land zu ziehen. Der Kostendruck war aber so gross, dass wir 2018 einen massiven Verlust geschrieben haben», so Hirzel.

Mit Eröffnung des Konkurses ist nun das Konkursamt Aargau, genauer die Amtsstelle Brugg, für das weitere Vorgehen zuständig.

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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