46 Tage ist es her, als ein Grossbrand das Lager und die Büroräume der Spyk Bänder AG in Schutt und Asche legte. Das Verkaufs- und Administrationspersonal arbeitete seitdem an kleinen Schreibtischinseln in der Spedition und Produktion des Betriebes. Co-Geschäftsleiter Andreas Schmid kann nicht verhehlen, dass dort aufgrund des Krachs und der engen Platzverhältnisse das Arbeiten nicht gerade angenehm war.

Dies hat nun ein Ende. Am Donnerstag bezogen das Verkaufs- und Administrationspersonal den doppelstöckigen Bau, bestehend aus 23 Container, mit insgesamt 18 Arbeitsplätzen. «Endlich wieder vernünftige Büros – jetzt wissen wir wieder, wo was zu finden ist», freut sich Schmid. Die blaue Farbe der Container habe ihm zunächst nicht gefallen, «doch mit ihr ist auch eine Symbolik verbunden – die des Aufbruchs, der Frische und des Neuanfangs».

Grossbrand in Herznach wurde von Täterin angekündigt

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Wenige Minuten vor der Tat drohte die Mitarbeiterin per Mail, sich mit Benzin zu übergiessen und anzuzünden. Der Brand richtete grossen Schaden an.

Kosten von 200'000 Franken

Schmid schätzt, dass die Verwaltung der Firma für mindestens 18 Monate im Container-Komplex untergebracht sein wird. Die Kosten für den Transport, die Montage sowie die Miete belaufen sich auf 200'000 Franken. Die grösste Herausforderung sei gewesen, den Container auf dem unebenen Kiesplatz gerade auszurichten. Drei Tage wurden benötigt, um zu vermessen und die Mettallschrauben im Boden zu verankern. «Dies alleine hat rund 100'000 Franken gekostet», sagt Schmid.

Natürlich sei es so, dass die Container-Büros nicht gerade Luxus seien. «Wenn man auf die Toilette will, muss man, im Gegensatz zu früher, den Regenschirm mitnehmen», sagt Schmid, der noch vor die Eingänge der Container Fussmatten platzieren lassen will, «damit man den Dreck an den Schuhen nicht im Container des Kollegen verteilt, wenn man diesem Dokumete vorbeibringt». Dennoch sei man froh, dass nun die Angestellten wieder einen festen Arbeitsplatz mit Computer, Drucker und Telefon haben.

Wann man den Container-Komplex verlassen könne, lasse sich nur schwer abschätzen. «Dies ist davon abhängig, wann das abgebrannte Gebäude wieder neu aufgebaut ist», sagt Schmid.

Bilder des Grossbrands: