Mit schlichter Eleganz, bei der das Alte bewahrt, aber auch das Neue gewagt wurde, präsentiert sich die evangelisch-reformierte Kirche Möhlin nach einer zehnwöchigen Innenrenovation: Mit grosser Symbolkraft die sechs runden Deckenleuchten, angeordnet als offene Kreise, hell und freundlich die Wände, dezent die verdeckte Beleuchtung des Altarkreuzes.

Zum Festgottesdienst anlässlich der Wiedereröffnung des Gotteshauses am Wochenende waren eingeladen und gekommen Freunde der ungarischen Partnergemeinde Rackeve mit Pfarrer Bela Kalman, der auch aktiv den Gottesdienst mitgestaltete. Dabei waren Gemeindeammann Fredy Böni, alle diejenigen, die zur Neugestaltung beigetragen hatten und natürlich viele Möhliner Gemeindemitglieder.

Gestern, heute, ewig

Gebaut wurde die Kirche 1948. Nun stehen an der Altarwand die Worte «Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit». Diese Worte waren Mittelpunkt der Predigt von Pfarrerin Christiane Bitterli. Sie blickte kurz zurück auf die ganz unterschiedlichen Überlegungen zur Renovation, wie der Charakter der Kirche erhalten bleiben sollte und dennoch modernisiert wird. Wie Beständigkeit und Aufbruch verbunden werden können.

Roland Bettex, Leiter der Baukommission, umriss die Herausforderung dieses schönen, aber nicht alltäglichen Auftrages von den Vorbereitungen bis zum termingerechten Abschluss, Architekt René Birri ging ein auf die Besonderheit dieser Aufgabe, die Qualität des Hauses zu erhalten, nur dessen Wirkung zu verstärken.

Offener Charakter betont

Ein ganz grosses Dankeschön richtete Kirchenpflegepräsident Wolfgang Seiring an das gesamte Handwerkerteam sowie an die Baukommission, dankte für die professionelle Arbeit einschliesslich der Erneuerung der technischen Anlagen und der Elektrik. Er betonte, dass es hervorragend gelungen sei, den offenen Charakter der Kirche zu unterstreichen – einerseits mit der weiten Glastür im Eingangsbereich, andererseits auch mit der Verbreiterung der Tür vom Inneren des Gotteshauses zum Gemeindesaal und dem neu geschaffenen Innenaufgang zur Empore.

Als Geschenk überreichten die ungarischen Gäste ein wunderschönes, handgearbeitetes weisses Altartuch, das sie auch sofort selbst auflegten. Musikalisch umrahmte der Kirchenchor den Festgottesdienst.