Mettauertal

Nach der Gemeindefusion wurde das Schulhaus zur Verwaltung

Aus dem ehemaligen Schulhaus in Mettau wurde das Verwaltungszentrum.

Aus dem ehemaligen Schulhaus in Mettau wurde das Verwaltungszentrum.

Fünf Gemeindehäuser gab es zum Zeitpunkt des Zusammenschlusses der fünf Gemeinden. Sie werden heute alle andersweitig genutzt. Im Ortsteil Mettau wurde das ehemalige Schulhaus zum neuen Verwaltungszentrum umgebaut.

Am Sonntag hat sich eine deutliche Mehrheit der Mettauertaler Stimmberechtigten für den Erhalt der Schule im Ortsteil Etzgen ausgesprochen. Damit wird auch künftig an zwei Standorten unterrichtet.

In Etzgen wird neben Schulhaus und Turnhalle auch das ehemalige Gemeindehaus für die Schule genutzt. Laut Gemeindepräsident Peter Weber muss das Gemeindehaus jetzt noch für den Kindergarten hergerichtet werden.

Fusion der 5 Gemeinden

Als Mettauertal 2010 als fusionierte Gemeinde startete, gab es in jedem der fünf Ortsteile mehrere Liegenschaften, die nicht mehr wie bisher gebraucht wurden. Heute, bald sechs Jahre nach dem Zusammenschluss, zeigt eine kurze, nicht abschliessende Bestandesaufnahme folgendes Bild: Im Ortsteil Mettau ist aus dem ehemaligen Schulhaus – zum Zeitpunkt der Fusion wurde hier bereits nicht mehr unterrichtet – das neue Verwaltungszentrum entstanden.

Über den dafür notwendigen Projektierungskredit wurde an der ersten gemeinsamen Mettauertaler Gemeindeversammlung im November 2009 entschieden. Ebenfalls an jener historischen Versammlung wurde der Verkauf des Schulhauses im Ortsteil Oberhofen für rund 1,2 Millionen Franken an einen privaten Interessenten gutgeheissen. Die ehemaligen Kanzleiräume in der Zentrumsüberbauung in Mettau wurden von der Spitex bezogen.

Das Schulhaus in Hottwil gehört nach wie vor der Gemeinde. Auch wenn hier schon seit Jahren nicht mehr unterrichtet wird, erfüllen immer wieder Kinderstimmen und -lachen die Räume.

Genauso finden sich Erwachsene im Haus ein. Die Gemeinde hat das Schulgebäude vor noch nicht ganz zwei Jahren zur Herberge «zum Flösser» umgebaut. Für Unterhalt und Betrieb ist der Hottwiler «Bären»-Wirt Geri Keller zuständig.

«Die Herberge hat sich gut entwickelt, ist aber noch nicht kostendeckend. Da gibt es noch einiges zu tun», erklärt Gemeindepräsident Peter Weber. Ebenfalls im Ortsteil Hottwil konnte schon kurz nach der Fusion das ehemalige Gemeindehaus mit dem kleinen Glockenturm an die Ingenieure Waldburger AG verkauft werden. «Das Glöckchen läutet nach wie vor, für die Wartung ist die Gemeinde zuständig», so Weber.

Am Sonntag wurde auch die Erweiterung des ehemaligen Gemeindehauses zu neuen Schulräumen abgelehnt. Wäre jetzt ein Verkauf der zurzeit vermieteten Liegenschaft möglich?

Darauf Peter Weber: «Nur dann, wenn wir sie aus der öffentlichen Zone nehmen würden. Das ist in der jetzigen Zeit nicht möglich, da die Schulanlage praktisch neu ist und es nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Einstandort-Frage in einigen Jahren wieder aufs Parkett kommt.» Im ehemaligen Gemeindehaus im heutigen Ortsteil Oberhofen werden seit einiger Zeit Tiere behandelt. Die Liegenschaft wurde an eine Tierärztin vermietet.

Was ist mit den Werkhöfen? Ein solcher – kleiner – befindet im Ortsteil Etzgen. «Es sind in den nächsten Jahren hierfür auch keine weiteren Bauten vorgesehen», sagt Peter Weber.

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