Fricktal

Nach dem «Ja» zur Gemeindefusion: Hornussen zögert in Sachen Jurapark

Blick vom Hornusser Rebberg Richtung Frick.

Blick vom Hornusser Rebberg Richtung Frick.

In der künftigen Gemeinde Böztal gehören Bözen, Effingen und Elfingen dem Naturpark an. Der vierte Ortsteil überlegt sich eine Kandidatur.

Am 1. Januar 2022 fusionieren Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen zur neuen Einwohnergemeinde Böztal. Diesen Zusammenschluss haben die Stimmbürger nach dem ersten Ja an den letzten Gemeindeversammlungen am 24. November an der Urne nochmals deutlich bestätigt.

Mit dieser Gemeindefusion werden sich die künftigen Ortsteile Bözen, Effingen und Elfingen aus dem Bezirk Brugg verabschieden. Böztal gehört dann  – wie heute bereits Hornussen – zum Bezirk Laufenburg. Beim Thema regionaler Naturpark hingegen ist es der einwohnerstärkste Ortsteil Hornussen, der nicht Jurapark-Mitglied ist.

Bözen, Effingen und Elfingen hingegen sind dabei, seit das Bundesamt für Umwelt dem Jurapark im November 2011 das Parklabel überreicht hat. Jetzt, wo sich die erste zehnjährige Betriebsphase dem Ende zu neigt, steht eine Vergrösserung an.

Vier Gemeinden haben grünes Licht für Kandidatur

Bereits klar ist, dass die Gemeinden Bözberg (nur der Ortsteil Linn ist bereits Mitglied), Frick, Mandach und Ueken für eine Aufnahme für die zweite zehnjährige Betriebsphase kandidieren. Mit zwei weiteren Gemeinden führe der Jurapark Aargau derzeit Verhandlungen, sagte Präsident Thomas Vetter an der letzten Vereinsversammlung im November in Schupfart.

Ist damit Hornussen gemeint? Auf Nachfrage der AZ lässt Vizeammann Guy David durchblicken, dass sich der Gemeinderat Hornussen gestützt auf eine Anfrage aus der Bevölkerung im November mit dieser Frage befasst hat. Der Gemeinderat schätze die Arbeit des Juraparks Aargau grundsätzlich.

Doch könne er den Nutzen in naturökonomischer und wirtschaftlicher Hinsicht sowie etwa in Sachen Nachhaltigkeit und Umgebungspflege nicht richtig erkennen. Aus diesem Grund habe er selbst vor kurzem mit den Jurapark-Verantwortlichen Kontakt aufgenommen, sagt Guy David. Er ist auch Mitglied der Steuergruppe Böztal.

Dem Gemeinderat scheint in diesem Zusammenhang nicht klar zu sein, ob mit der kommenden Gemeindefusion Hornussen automatisch mit seinen Einwohnern Teil des Juraparks wird oder ob Hornussen – nach positiv verlaufenden Gesprächen – für die Mitgliedschaft einen Beitrittsantrag stellen muss. Entschieden ist laut Vizeammann David noch nichts. Die Details werden geprüft.

Aufgrund der Fusion wäre die Beteiligung sinnvoll

«Hornussen überlegt sich den Beitritt zum Jurapark», sagt Jurapark-Geschäftsleiterin Christine Neff. Aufgrund der Fusion seien die Jurapark-Verantwortlichen natürlich daran interessiert. Aus Neffs Sicht würde eine Beteiligung von Hornussen Sinn machen. Als nächsten Schritt nennt sie direkte Gespräche mit dem Gemeinderat.

Die Gemeinde Hornussen gehört also nicht zu den beiden Gemeinden, die gemäss Versammlung mit dem Jurapark am Verhandeln sind. Um wen es geht, bleibt geheim. Wie auch immer die Gespräche verlaufen, Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist, dass die Gemeinden diese sowie den jährlichen Jurapark-Fünfliber pro Einwohner bis im Jahr 2031 bestätigen.

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