Möhlin
Nach dem Grossbrand: Gemeinde sucht Platz für Kindergärtler

Nach dem Brand im Kindergarten Aengerli am Montagabend ist die Betroffenheit in Möhlin gross. «Tragisch ist die Situation vor allem für die Lehrpersonen, die viel Herzblut in die Gestaltung der Räume investiert haben», sagt Gemeindeammann Fredy Böni.

Angelo Zambelli
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Der Kindergarten ist vollständig ausgebrannt.

Der Kindergarten ist vollständig ausgebrannt.

Polizeifoto

Betroffen sind aber auch die rund 40 Kinder, für die in 14 Tagen das neue Schuljahr beginnt.

Stress verursacht hat der Millionenbrand auch bei Gemeindeammann Fredy Böni. Noch während das Feuer im 20-jährigen Kindergarten loderte, musste er die ersten Schritte für die Unterbringung der 40 Kindergärtler in die Wege leiten.

Brand in Kindergarten in Möhlin
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Der Kindergarten ist vollständig ausgebrannt.
Der Kindergarten ist vollständig ausgebrannt.
Der Kindergarten ist vollständig ausgebrannt.
Im Einsatz waren rund 70 Feuerwehrleute.

Brand in Kindergarten in Möhlin

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Am Dienstagmorgen trafen sich Schulleitung, Schulpflege, Gemeinderat und Verwaltung zu einer Krisensitzung und arbeiteten drei Szenarien für das weitere Vorgehen aus. «Zuerst wird versucht, zwei Räume in der Schulanlage Obermatt freizubekommen», sagt Gemeindeammann Böni.

Sollte nur ein Zimmer als Kindergartenersatz freigeräumt werden können, müsste so schnell wie möglich ein kleiner Pavillon beschafft werden. Gelingt auch dies nicht, müssen wir ins Auge fassen, ein grösseres Provisorium auf den Pausenplatz der Schulanlage zu stellen.»

Eine gute Lösung finden

Böni ist zuversichtlich, dass in jedem Fall eine gute Lösung gefunden werden kann. Vielleicht, räumt der Möhliner Gemeindeammann ein, daure es wegen der Ferienzeit ein bisschen länger, bis Ersatzraum beschafft werden könne, sagt Böni.

«Dies würde bedeuten, dass die Kindergärtler Glück im Unglück haben und in den Genuss einer zusätzliche Ferienwoche kommen.»

Parallel zu den Notmassnahmen müssen Schulpflege und Gemeinderat die Planung eines neuen Kindergartens an die Hand nehmen. Dieser muss bis beginn des Schuljahres 2014 fertiggestellt sein.

Am Dienstagvormittag haben die Untersuchungsbehörden ihre Ermittlungen abgeschlossen. Ob ein technischer Defekt oder Brandstiftung das Feuer verursacht hat, steht laut Polizeisprecher Bernhard Graser noch nicht fest.

Schwierig, Spuren zu finden

Es sei sehr schwierig gewesen, im vollständig ausgebrannten Kindergarten eindeutige Spuren zu finden und sicherzustellen. Die Polizei hofft weiter auf Augenzeugen, die Beobachtungen gemacht haben, die im Zusammenhang mit dem Kindergartenbrand stehen könnten.

Der Schaden wird mit einer Million beziffert. Gemeindeammann Böni: «Das Gebäude war mit 920'000 Franken versichert. Den Wert der zerstörten Mobilien schätzen wird auf rund 100'000 Franken. Fest steht, dass die Gemeinde einen Teil des Schadens selbst berappen muss.»

Das Wichtigste aber sei, so Böni, dass keine Menschen zu Schaden gekommen seien.