Bad Säckingen

Nach Crash in McDonald's-Spielplatz: Strafbefehl gegen Fricktaler ist beantragt

Ein Autolenker aus dem Fricktal demolierte im April den Mc Donald’s-Spielplatz in Bad Säckingen.

Ein Autolenker aus dem Fricktal demolierte im April den Mc Donald’s-Spielplatz in Bad Säckingen.

Das Vefahren gegen den Fricktaler Autofahrer, der in Bad Säckingen in den Spielplatz des Burgerrestaurants fuhr, läuft noch.

An einem Freitagabend im April krachte ein im Fricktal wohnhafter Automobilist in Bad Säckingen in den Rutschbahn-Turm auf dem Spielplatz des Mc Donald’s. Wo sonst Menschen ihre Burger essen, war glücklicherweise nachts nach 23 Uhr nur wenig los.

Nur ein Mann war gerade auf der Terrasse. Er versuchte, sich mit einem Sprung zu retten, und verletzte sich dabei an der Schulter. Auch der damals 27-jährige Unfallfahrer verletzte sich leicht. Der Sachschaden belief sich insgesamt auf rund 40000 Euro – je 20000 an Unfallauto und Einrichtung des Fast-Food-Lokals.

Strafbefehl beim Amtsgericht beantragt

Ein vorläufiger Alkoholtest beim Fricktaler ergab damals einen Alkoholgehalt von rund einem Promille. Die Polizei ging deshalb davon aus, dass der Automobilist unter Alkoholeinfluss und mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs war und beim Abbiegen die Kontrolle über sein Auto verlor.

Der Unfallfahrer übergab seinen Fahrausweis am Unfallort freiwillig der Polizei, sonst hätte diese ihn beschlagnahmt, wie Polizeisprecher Matthias Albicker damals sagte.
Fast acht Monate später ist das Verfahren gegen den Fricktaler, der die italienische Staatsbürgerschaft besitzt, beim Amtsgericht Bad Säckingen anhängig, wie Florian Schumann, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen, auf Anfrage sagt.

Die Staatsanwaltschaft habe umfangreiche Ermittlungen durchgeführt und schliesslich vor Wochenfrist beim Amtsgericht den Erlass eines Strafbefehls beantragt. Dem Fricktaler Fahrzeuglenker werde fahrlässige Gefährdung des Strassenverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung zur Last gelegt, so Schumann weiter.

Den Aargauer Behörden ist der Fall nicht bekannt, wie Samuel Helbling, Leiter Kommunikationsdienst des Departements Volkswirtschaft und Inneres, sagt. Grundsätzlich sei es so, dass nach einer Widerhandlung im Ausland der Ausweis durch das Strassenverkehrsamt entzogen werden könne, wenn im Ausland ein Fahrverbot verfügt wurde und die Widerhandlung als mittelschwer oder schwer zu qualifizieren ist. «Zur Prüfung dieser Frage leiten die ausländischen Behörden die notwendigen Akten an die zuständigen Behörden in der Schweiz weiter.»

Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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