Der Möhliner Gemeinderat will die Hauptstrasse sicherer machen. Geplant ist, die Hauptstrasse im Teilbereich zwischen Bach- und Kanzleistrasse zu sanieren und gleichzeitig zu verschmälern – von aktuell 6,5 bis 7,5 Meter auf noch 5,5 Meter.

Die Fahrbahn wird beidseitig mit einer Rinne versehen, die zur Entwässerung der Strasse dient. Sie soll zudem den Begegnungsverkehr möglich machen und es Velofahrern erlauben, ohne Hindernis im Notfall aufs Trottoir zu wechseln. Für die Baumassnahme ist ein Verpflichtungskredit in Höhe von knapp 2,2 Millionen Franken vorgesehen.

Über die Details gab es eine längere Debatte. Anwesende bezweifelten, dass die Strasse für Velofahrer sicherer werde. Andere sahen in der geringen Abgrenzung zwischen Fahrbahn und Trottoir eine Bedrohung für Fussgänger.

Kritik wurde auch an der Verschmälerung der Strasse geübt. «Sie ist nun mal die Hauptdurchgangsstrasse von Möhlin und das soll sie auch bleiben», sagte Markus Böhringer von der FDP Möhlin. Sein Antrag auf Zurückweisung des Traktandums fand aber keine Mehrheit.

Sowohl Gemeinderat Thomas Freiermuth wie auch Gemeindeammann Fredy Böni warben vor den Stimmbürgern um das Projekt.

«Damit wird der schlechte Zustand der Hauptstrasse behoben und die Kosten für die ständigen Ausbesserungen fallen weg», sagte Freiermuth.«Wir verbessern damit die Sicherheitslage im Dorf ganz entscheidend», sagte Böni. So sagte eine grosse Mehrheit schliesslich Ja zum Baukredit.

Ja zum Kindergarten Aengerli

Einstimmig Ja sagten die Stimmbürger zum Projektierungskredit über 2,3 Millionen Franken zwecks Neubau des Kindergartens Aengerli. Dieser soll nach dem Brand im Juli für drei Gruppen wieder neu entstehen.

Kosten wird das die Gemeinde 1,3 Millionen Franken, erwartet sie von den Versicherungen doch noch Vergütungen in Höhe von rund einer Million. Die Kostenberechung, räumte Gemeinderätin Bernadette Kern ein, beruht indes aufgrund der geringen Zeit nur auf einer Schätzung.

Die provisorische Unterbringung des Kindergartens im Schulhaus Obermatt wird noch bis Herbst oder gar Ende Jahr 2014 andauern. Der Bezug des neuen Gebäudes schon zum August kommendes Jahr sei unrealistisch, so Kern.

Auch die Anbindung des Bata-Parks an die Gallierstrasse mittels eines Kreisels kann kommen. Die Gemeindeversammlung gab einem Baukredit über fast 1,3 Millionen Franken grünes Licht. Die Massnahme sei ein «Meilenstein in der Entwicklung des Bata-Parks», sagte Böni.

Ohne Diskussion genehmigt wurde das von Vizeammann Lukas Fässler vorgelegte Budget 2014. Fässler konnte bei neun Kreditabrechnungen Unterschreitungen von insgesamt rund 660 000 Franken vorlegen.

Nur ein Projekt, der Bau von Mischwasserbehandlungsanlagen, schloss mit einer halben Million Franken Überschreitung deutlich teurer ab. Doch auch diese Abrechnung wurde genehmigt, wenn auch mit etlichen Nein-Stimmen und Enthaltungen.