Der beantragte Richtplaneintrag für eine allfällige Aushubdeponie Förlig zwischen Bözen und Zeihen liess die Wogen bei der Bevölkerung in Bözen dermassen hochgehen, dass der Gemeinderat eine Umfrage durchführte. Damit wollte er die weiteren Schritte auf eine möglichst breite Basis innerhalb der Gemeinde Bözen abstützen. Jetzt liegt das eindeutige Resultat vor: Insgesamt wurden 519 Fragebogen an die Stimmberechtigten verschickt, davon kamen 278 ausgefüllt zurück.

Behörde akzeptiert Volkswille

Unter diesen Teilnehmern sind 87,5 Prozent grundsätzlich gegen eine temporäre Aushubdeponie. Der Gemeinderat Bözen habe sich dafür einzusetzen, einen entsprechenden Richtplaneintrag im Rahmen seiner Möglichkeiten zu verhindern, lautet der Konsens. Die Behörde akzeptiert diesen Volkswillen, wie sie in einem Brief an die Stimmbürger schreibt.

Der Gemeinderat informierte das kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) am Montag über dieses Umfrageresultat und zog gleichzeitig den Antrag zur Anpassung des Richtplans zurück.

Anhörung läuft bis 20. Januar

Die öffentliche Auflage zur Richtplananpassung «Deponiestandorte Oberes Fricktal» findet trotzdem wie geplant vom 10. Oktober bis zum 20. Januar 2017 statt. Eingaben müssen einen Antrag und eine Begründung enthalten. Der Gemeinderat Bözen fordert die Bevölkerung auf, sich direkt schriftlich beim Kanton an die entsprechende Abteilung zu wenden.