Laufenburg

Mysteriöses um eine Geisterjägerin: Der Krimi dieser Fricktalerin verspricht Hochspannung

Die Laufenburger Autorin Petra Gabriel hat einen neuen Berlin-Krimi herausgebracht. Bild: Roswitha Frey

Die Laufenburger Autorin Petra Gabriel hat einen neuen Berlin-Krimi herausgebracht. Bild: Roswitha Frey

Die Laufenburger Autorin Petra Gabriel hat sich für ihren neuen Kriminalroman Berlin als Schauplatz ausgedacht.

Eine sympathische Heldin und ein unkonventioneller Plot halten die Leser im neuen Krimi «Eingesargt in Mitte» von Petra Gabriel in Hochspannung. Die Laufenburger Autorin hat sich für ihren aktuellen Roman den Schauplatz Berlin und eine ganz und gar ungewöhnliche Hauptfigur ausgesucht.

Ihre Protagonistin Hendrike Blank ist eine typische Berlinerin, Busfahrerin, geschieden, Mutter zweier Töchter, die in dubiose und mysteriöse Vorfälle in einem alten Haus verwickelt wird. Es hat der Schriftstellerin, die abwechselnd in Laufenburg und in Berlin lebt, «riesigen Spass» gemacht, mal eine etwas andere Geschichte aus der Metropole mit etwas skurrilen Elementen zu schreiben. Nach fünf Hochrhein-Krimis an lokalen «Tatorten» und fünf historischen Berlin-Krimis, die in den 1940er- und 1950er-Jahren spielen, führt sie ihre Leser nun mitten hinein ins heutige Leben und kriminelle Treiben in der Hauptstadt.

Fiktion basierend auf wahren Ereignissen

Zwar ist alles im Buch fiktiv, doch es sind zum Teil wahre Ereignisse, die Gabriel inspiriert haben. Etwa ein ungeklärter Raubüberfall, bei dem zehn Millionen erbeutet wurden, oder auch skandalöse Machenschaften um Mediziner und dubiose Leichenbeschauer, die Tote an ein Berliner Bestattungsunternehmen «vermittelt» haben. Auch sogenannte Geisterjäger und «Hausentstörer», die geisterhaften Erscheinungen, seltsamem Lichterflackern und Klopfgeräuschen auf die Spur gehen wie Hendrike Blank in dem Krimi, gibt es tatsächlich.

Vieles an den Figuren ist an Reales angelehnt, die Hintergründe sind gut recherchiert und durchaus wirklichkeitsgetreu, aber die Geschehnisse sind frei erfunden. Hendrike kommt so daher, wie man die Berliner gern charakterisiert: mit viel Herz, Humor und Schnauze, nicht auf den Mund gefallen, handfest, patent, zupackend, bisweilen schroff, aber herzlich, mit «etwas kratzigem Charme», wie es die Autorin umschreibt.

Als Busfahrerin, die nebenher als Geisterjägerin Häuser von negativen Energien reinigt, begegnet Hendrike jeden Tag den eigentümlichsten Zeitgenossen. Für einmal wollte Petra Gabriel keine Polizistin, keine Kommissarin ins Zentrum stellen, sondern eine Frau aus dem authentischen Berliner Alltagsleben, lebensnah gezeichnet mit all ihren beruflichen und familiären Problemen. Das ist erfrischend zu lesen, weil es mal etwas anderes ist und Abwechslung von gängigen Detektiv-Gestalten bietet.

Rätselhafte Vorkommnisse und Spukerscheinungen

Doch es wäre kein Krimi, würde Hendrike Blank nicht in höchst rätselhafte Vorkommnisse und am Ende sogar in Lebensgefahr geraten. Zum einen steht eines Tages eine Frau namens Jutta vor ihrer Tür, die in der Nähe der Charité wohnt und sich im Haus vor merkwürdigen und unheimlichen Spukerscheinungen, gespenstischen Lichtern, Geräuschen und Luftzügen ängstigt. Also soll Hendrike als «Geisterjägerin» in Aktion treten und die Phänomene vertreiben, ganz pragmatisch mit dem entsprechenden Rüstzeug. Zum anderen wird sie von einem verschrobenen alten Mann verfolgt, einem angeblichen Wissenschafter, der wirre Sachen redet über das Klonen und die Weltenrettung.

Der «King» im Seniorenheim

Während einer Busfahrt passieren gefährliche Dinge, weil jemand eine mit Ketchup beschmierte Schaufensterpuppe vor den Bus legt. Zu allem Übel erhält Hendrike von ihrer Schwester die Nachricht, dass ihr Vater gestorben sei. Der «King», wie die Schwestern den Vater nennen, hatte die letzten Jahre in einem Seniorenheim im thailändischen Ko Samui verbracht und hielt nur gelegentlich per Skype Kontakt zu den Töchtern.

Doch es stellt sich bald heraus, dass etwas nicht stimmt mit dieser Todesnachricht und dem Totenschein. Denn in der alten Wohnung des Vaters wurde eingebrochen, alles verwüstet und durchsucht, und es werden verdächtige Blutspuren gefunden. Und die aus Thailand überführte Urne enthält nicht die Asche ihres Vaters.

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