Stein

Mysteriös: Schafbock von Unbekannten entführt und zerlegt

Schafe in Stein

Unbekannte entführten den Schafbock

Ein weisser Schafbock mit grossen Hörnern ist seit ein paar Tagen aus einem Gehege oberhalb des Bahnhofs Stein verschwunden. Der Besitzer konnte die Blutspur des entführten Tieres bis über das Bahngeleise verfolgen.

Der Verlust des Schafbocks schmerzt die Familie Adler in Stein sehr. Hinzu kommt die Ungewissheit über das Schicksal des rund 40 Kilo schweren Tieres. Der Bock befand sich, zusammen mit drei schwarzen, weiblichen Schafen, hinter der Bahn auf einer Wiese im Quartier Rüti, direkt gegenüber des Wohnhauses der Besitzerfamilie am Fischingerweg.

Der Schafhalter Beat Adler schilderte der az Aargauer Zeitung, dass der Weidezaun an einer Stelle beschädigt wurde. «Die Schafe sind sehr scheu und ziehen sich zurück, wenn sich jemand nähert, den sie nicht kennen. Es sieht aber so aus, als ob der Bock auf der Weide absichtlich von jemandem in den Kunststoffzaun gehetzt wurde, wo er sich verfing. Auf diese Weise war er dann einfach zu packen und abzutransportieren.» Nach Angaben des Besitzer ereignete sich die Tat in den Morgenstunden, um zirka 7 Uhr, als es schon fast hell war. Aber niemand hat etwas gesehen.

Blut verloren

Als Adlers Mutter den Schafen kurze Zeit später das Futter brachte, war der Bock bereits verschwunden. «Wir konnten die Blutspur bis über das Bahngeleise verfolgen. Beim Bahnhof hat die unbekannte Täterschaft dann die Unterführung ins Dorf hinunter benützt. Ob unser Schafbock bereits auf der Weide getötet oder nur verletzt wurde, wissen wir nicht. Auf jeden Fall hat er Blut verloren, das steht fest», schilderte der bestohlene Tierbesitzer, der die Wildhüter der benachbarten Orte Mumpf und Münchwilen über den Verlust des Schafs ebenfalls informiert und an einigen Orten im Dorf Steckbriefe aufgehängt hat: Familie Adler setzt eine Belohnung von 200 Franken aus für Hinweise auf den Verbleib ihres Schafbocks.

Doch Beat Adler macht sich keine allzu grossen Hoffnungen mehr: «Das Tier ist wohl bereits zerlegt und vielleicht schon in einer Pfanne gelandet. Es ist einfach Wahnsinn; nicht einmal mehr ein paar harmlose Schafe sind vor einem Übergriff sicher. Kommt hinzu, dass uns ziemlich genau vor einem Jahr schon einmal ein schlachtreifes Schaf von der Weide gestohlen wurde, über dessen Verbleib wir bis heute nichts wissen.» Wie er weiter ausführte, sei Anzeige gegen Unbekannt erstattet worden. Die Polizei sei vor Ort gewesen, denn die Schadensumme übersteige 300 Franken. «Sogar in den alten Bahnwagen, die auf den nahen Abstellgleisen stehen und auf ihre Verschrottung warten, hat die Polizei nachgeschaut, aber ohne Erfolg.»

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