War das wieder ein fröhliches Fiedeln, Trommeln und Trompeten der Kinder an diesem Samstagnachmittag beim Instrumentenschnuppern der Musikschule Frick. Schon lange ist es Tradition, stets am ersten Wochenende nach den Sportferien dazu einzuladen.

Ob Gross oder Klein: Jeder hat hier die Möglichkeit, seinem Lieblingsinstrument zu begegnen, sich an der Vielzahl der Holzblas-, Blechblas-, Gitarren-, Tasten-, Streich- oder Perkussionsinstrumente auszuprobieren sowie am Gesangsunterricht einzeln oder in Gruppen teilzunehmen.

Mehr als 800 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit die Musikschule Frick. Die Jüngsten kommen mit Mama oder Papa, sind noch nicht einmal zwei Jahre alt und singen mit grosser Freude. Die Ältesten sind über 80 Jahre.

Keine Berührungsängste

Auch an diesem Nachmittag war das Interesse der vielen Besucher riesig. 29 Lehrpersonen und sogar einige Schülerinnen und Schüler der Musikschule erklärten mit viel Geduld und Zuwendung jedes einzelne Instrument. Die Mädchen und Buben beschnupperten und bestaunten die Instrumente ohne Berührungsängste, die einen nahmen forsch das Unbekannte in ihre Hände, andere eher etwas zögerlich.

Sie setzten sich ans Schlagzeug und waren teils so klein, dass sie dahinter kaum auszumachen waren. Nach Herzenslust liessen sie die Schlegel darauf niedersausen, es konnte nicht laut genug sein. Sie trommelten, was das Zeug hergab, liessen sich aufmerksam erklären, worauf es beim Klarinettenspiel ankommt, musizierten frei nach Nase im Duett.

Ganz nebenbei war zu erfahren, dass dieses Instrument aus Grenadillholz gefertigt wird, das vom Kontinent Afrika kommt. Sie waren fasziniert vom Innenleben eines Cembalos, schmetterten lustvoll auf Horn, Posaune, Saxofon, Fagott oder Flöte, erfuhren, dass es beim Gitarrenspiel sehr auf die Spannung der einzelnen Saiten ankommt, bedienten beachtlich geschickt das Akkordeon und hatten vor allem jede Menge Spass.

Begeisterung wecken

Ziel des Instrumentenschnupperns ist es, Begeisterung für das Musizieren zu wecken, zu motivieren, Gemeinsamkeiten zu schaffen.

Der Musikschule Frick sind 14 Gemeinden aus dem Oberen Fricktal angeschlossen. Der Musikunterricht wird von 44 Lehrerinnen und Lehrern teils vor Ort in den Gemeinden erteilt, teils in der Musikschule direkt.

Zur Eröffnung des Instrumentenschnupperns gaben Kinder der einzelnen Klassen ein kleines Konzert und der Verein «Pro Musica», Förderer der Musikschule Frick, sorgte für das leibliche Wohl. Er schrieb zudem einen kleinen Wettbewerb aus.

Eigentlich sollte das Instrumentenschnuppern nach zweieinhalb Stunden zu Ende sein, doch daran war nicht zu denken. Alle hatten so viel Freude, dass noch bis in den späten Nachmittag hinein musiziert wurde.