Rheinfelden

Musikschule Rheinfelden-Kaiseraugst agiert auf hohem Niveau

Die Musikschule betreibt eine engagierte Nachwuchsförderung, dies verdeutlicht auch das Violinenquartett der Jüngsten.

Die Musikschule betreibt eine engagierte Nachwuchsförderung, dies verdeutlicht auch das Violinenquartett der Jüngsten.

Die Musikschule feiert ihren 40. Geburtstag. Kein Jubiläum im klassischen Sinn, aber für den Leiter Valentin Sacher doch Anlass genug, mit Veranstaltungen auf die erfolgreiche Arbeit hinzuweisen.

«Wir wollen heute ganz besonders den Gönnern und Helfern danken, die uns wohlwollend und unterstützend stets zur Seite standen. Ohne sie wären wir nicht da, wo wir heute sind», unterstrich Adrian Kohler, Vizepräsident, in seiner Begrüssung am Freitagabend. Und weiter: «Unsere Musikschule hat in der Region einen exzellenten Ruf. Dies wurde jedoch nur möglich durch das vierdimensionale Denken und gemeinsames Vorwärtsstreben unseres Lehrteams zusammen mit Sponsoren, Eltern und allen Helfern.» Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen gaben beeindruckende musikalische Einblicke in ihr Können, demonstrierten mit viel Spass auf verschiedenen Instrumenten ihr erlerntes Repertoire von der Klassik bis hin zur Moderne. Beschwingt und temperamentvoll war die Ungarische Fantasie des Querflötenduos mit Begleitung am Flügel, fabelhaft das Violinenquartett der Jüngsten, die an diesen Abend ihren ersten Auftritt meisterten. Flott und rhythmisch präsentierten sich die Flötenspielerinnen mit Blues und Rag, gekonnt das Spiel an Marimbafon und Klavier.

Auf einen ausgesprochen schnurrigen Spaziergang in Wort und Bild durch 40 Jahre Musikschule nahm der bekannte Rheinfelder Architekt Hans Nassi die Gäste mit, würzte seinen Vortrag mit herrlichen Episoden, über die selbst dann gelacht werden konnte, wenn es eigentlich gar nicht so lustig war.

1972 noch unter dem Namen Musikschule Fricktal Rheinfelden gegründet, wurde sie schnell ein Ort der Freude, der Begegnungen, der Überraschungen, an dem hervorragende Lehrkräfte Generationen von Schülerinnen und Schülern derart faszinieren konnten, dass Musik für immer ein Grossteil ihres Lebens wurde. Dies attestieren Präsident Valentin Baltzer und Musikschulleiter Valentin Sacher im Vorwort zur Festbroschüre.

Hans Nassi zog den Bogen vom ersten richtigen Sekretariat damals im Turm des Rathauses, wo es dann doch nicht so lauschig war, weiter zum zeitweiligen Umhergeschupfe und dem Kampf um Unterrichtsräume, die manchmal recht abenteuerlich ausgesehen hätten. Der Begeisterung für das Musizieren, dem Engagement und dem eingebrachten Idealismus habe das nie geschadet. Vieles sei in den vergangenen Jahren, von Pioniergeist geprägt, erreicht worden: Klassenmusizieren, grenzüberschreitende Feste, Solisten-und Ensemblewettbewerbe, Zertifikate, Jugendorchester, Musiklager, Reisen, Kurse für Erwachsene, Tanz, Theater, Musicals und vieles mehr.

Nicht immer sei alles glatt und problemlos gelaufen. Doch immer sei es gelungen, mit Pragmatismus den Dingen eine positive Wende zu geben. Stets Verlass war dabei auf die «Schützenhilfe» von Sponsoren, Eltern, Gönnern: Turbulent sei es zugegangen bei der Konfrontation zwischen Lehrerschaft und Vorstand 1987, die Neuwahl gipfelte fast in einem Chaos, wo jeder jeden nominierte. Doch die «Revolution» endete mit einem guten Ergebnis: Hans Gloor, heute Stadtrat, amtierte in den nächsten 22 Jahren als Präsident.

Jugendblasorchester erfolgreich

2001 konnte das Jugendblasorchester Rondo gegründet werden als klingender Botschafter in ganz Europa, das «Rheinfelder Modell», bei dem alle Jugendlichen dasselbe Schulgeld bezahlen mussten, hatte sich etabliert. Für Wachstum und Popularität sorgte Roland Recher, der 18 Jahre den Dirigentenstab führte. Manch eine Idee entstand im Überschwang, konnte, auf dem Boden der Realitäten angekommen, nicht immer umgesetzt werden. Dem Elan habe das nie geschadet, hiess es.

Was jedoch unumstösslich bleibt, sei die Überzeugung, dass die Musikschule noch lange nicht an ihre Grenzen gestossen ist. Valentin Sacher bedankte sich für die zuverlässige Unterstützung der Stadt Rheinfelden, bei den Organisatoren des Festes sowie bei Valentin Baltzer und Gabriel Kramer, welche die Festbroschüre erarbeitet hatten.

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