Singende Krankenhäuser e. V. engagiert sich international für die Verbreitung heilsamer und gesundheitsfördernder Singangebote an Krankenhäusern, Altersheimen und Gesundheitseinrichtungen.

Die Vision ist ein Gesundheitswesen, in dem die Menschen die heilsame Kraft des Singens nutzen und erleben können. Der Reha Rheinfelden wurde nun im Rahmen der wöchentlich stattfindenden Singgruppe das Zertifikat «Singendes Krankenhaus» für die Förderung des therapeutischen Einsatzes des Singens verliehen.

Singen und Musizieren als musiktherapeutisches Angebot der Kreativen Therapien würden in der Reha Rheinfelden «als Bestandteil des Rehabilitationsprozesses verstanden», heisst es in einer Mitteilung der Reha. Behandelt werden vor allem Patienten mit neurologischen Erkrankungen in allen Stadien der Rehabilitation.

Mit Musik werden im geschützten Rahmen der therapeutischen Beziehung «Wahrnehmung und Motivation gefördert, die Ausdrucksfähigkeit und damit die emotionale Stabilisierung werden unterstützt und mithilfe musikalischer Komponenten werden Bewegungsabläufe rhythmisiert und dadurch vereinfacht», heisst es in der Mitteilung weiter. Für viele Menschen sei die vertraute Musik eine Ressource, die helfen könne, sich in der erkrankungsbedingt veränderten Situation besser zurechtzufinden.

In diesem Sinn umfasse das Therapiekonzept der Reha Rheinfelden sowohl den Einsatz der funktional orientierten neurologischen Musiktherapie sowie auch das psychodynamische Vorgehen, das Ressourcen zur Krankheitsverarbeitung nutzt.

Beim Singen werden besonders die Sprachanbahnung, die Sprachmotorik und die Atmung gefördert, gleichzeitig wecken die bekannten Lieder und Melodien auch Erinnerungen und sind – wenn sie in der Kindheit gut erlernt wurden – auch bei massiven Sprachstörungen abrufbar. «Die gemeinsame Gestaltung der Lieder führt zum beglückenden Erlebnis, dass jede und jeder mit den eigenen Möglichkeiten einen Beitrag leisten und Teil des Gesamtklangs werden kann.»