Eintauchen in die farbenprächtige Fantasiewelt des Dschungels von Nul, in die anrührenden Geschichten der Bewohner von dort und zu den winzig kleinen Menschen der Hus, die auf einem Staubkorn leben, durften die Besucher am Wochenende bei der Aufführung des Musicals «Seussical» von Stephen Flaherty und Lynn Ahrens. Die Regie lag in den Händen von Christina Volk, die musikalische Gesamtleitung hatte Edward Cervenka.

«Bereits vor zwei Jahren entstand an unserer Musikschule Rheinfelden/Kaiseraugst die Idee, dieses Musical mit unseren Schülerinnen und Schülern einzustudieren und aufzuführen» sagte Schulleiter Valentin Sacher bei der Begrüssung. Und weiter: «Konkret wurde es dann im vergangenen Jahr, im Spätsommer begannen die Proben. Doch um so ein Riesenprojekt umzusetzen braucht es eine Vielzahl an Helfern, Unterstützern und Gönnern, die bis heute mit Begeisterung dabei sind.»

Das Volk auf dem Staubkorn

150 Akteure auf und hinter der Bühne nahmen an insgesamt vier Vorstellungen das Publikum mit auf eine abenteuerliche Reise mit fetzigen Melodien und wundersamen Ereignissen. Im Jahr 2000 hatte das Musical am Broadway in New York seine Premiere, ist seitdem eines der meistgezeigten Stücke an Schultheatern. Die Musikschule Rheinfelden/Kaiseraugst ist die erste, die es in der Schweiz auf Deutsch auf die Bühne brachte. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen der Musikschule zündeten die Mitglieder des Orchestervereins Rheinfelden sowie der Stadtmusik ein groovendes, musikalisches Feuerwerk, mal popig-rockig, mal zärtlich-heiter oder auch pfiffig-frisch. Ein zauberhafter Animationsfilm im Hintergrund rundete die Handlung des Musicals ab.

Die lustige Katze mit Hut und Jojo, ein Kind mit einer sprudelnden Fantasie, treffen im Dschungel auf eine bunte Gemeinschaft sehr unterschiedlicher Tiere mit Eigenschaften, die allzu bekannt sind. Da ist der gutmütige Elefant Horton, der auf einem Staubkorn das winzig kleine Volk der Hus entdeckte, die in grosser Not sind. Natürlich will er da helfen. Zwischen Verzagtheit und Hoffnung hin- und hergerissen ist die schüchterne Vogelfrau Gertrud, die den Elefanten heimlich und innig liebt. Paradiesvogel Mayzie versteht es prima, andere für ihre Zwecke einzuspannen, vier etwas fiese Affen machen dem Elefanten Horton das Leben schwer, eine neu entdeckte Insektenart schwirrt über die Bühne und viele weitere, einzigartige Kreaturen.

Ein geheimnisvolles Ei

Weil Horton die Hus beschützen will und ein geheimnisvolles Ei bei Regen und eisiger Kälte ausbrütet, wird er von den anderen Dschungelbewohnern der Lächerlichkeit preisgegeben und der Unglaubwürdigkeit beschuldigt. Ein Gerichtsprozess wird angesetzt. Nur die treue Gertrud steht ohne Wenn und Aber an seiner Seite. Elefant Horton weicht auch im Prozess nicht ab von seiner Überzeugung, er singt, die Hus betreffend: «Ein Mensch ist ein Mensch, ob gross oder klein.»

Am Ende siegen Liebe, Freundschaft und Gemeinsinn, Frieden zieht wieder in den Dschungel ein und auch das Geheimnis um das Ei wird gelüftet.