Münchwilen
Dreikampf um den freien Sitz – Ammann und Vizeammann wollen bleiben

Sieben Kandidaten wollen auf einem der fünf Sitze im Gemeinderat von Münchwilen Platz nehmen. Als Ammann tritt erneut Bruno Tüscher an, als Vizeammann Fabian Bianchi. Also: Was gefällt den Kandidierenden an ihrem Dorf? Und wo drückt ihrer Ansicht nach der Schuh?

Thomas Wehrli
Drucken
Teilen
Sieben Kandidaten wollen auf einem der fünf Sitze im Gemeinderat von Münchwilen Platz nehmen.

Sieben Kandidaten wollen auf einem der fünf Sitze im Gemeinderat von Münchwilen Platz nehmen.

Hans Christof Wagner / Aargauer Zeitung

Die Ausgangslage in Münchwilen ist doppelt komfortabel: Zum einen treten vier der fünf amtierenden Gemeinderäte am 26. September zur Wiederwahl an. Das spricht für eine gute Stimmung im Gremium und die Freude am Gestalten der Gemeinde. Zum anderen bewerben sich um den frei werdenden Sitz – Dieter Zimmermann tritt nicht mehr zu den Wahlen an – gleich zwei Münchwiler und eine Münchwilerin.

Die Wähler haben also die Wahl – so, wie es sein sollte, heute aber in vielen Gemeinden nicht mehr ist. Oft finden gerade kleinere Gemeinden, wie es auch Münchwilen ist, nicht mehr genügend Personen, die gewillt sind, eine Aufgabe in der Gemeinde zu übernehmen.

Zur Wiederwahl treten Bruno Tüscher, seines Zeichens auch FDP-Grossrat, Fabian Bianchi, Roland Oeschger und Florentina Mallaku-Bytyqi an. Neu ins Gremium einziehen wollen Patrick Geiger, Frank Glienke und Åsa Müller.

Da es im ersten Wahlgang nicht nur auf die Anzahl Stimmen ankommt, sondern auch die Hürde des Absoluten Mehr überspringen werden muss, ist bei sieben Kandidierenden ein zweiter Wahlgang nicht unwahrscheinlich.

Die Bisherigen sind dabei klar im Vorteil; der Bisherigenbonus bewirkt in der Regel, dass eine Wiederwahl ungefährdet ist – es sei denn, ein Ratsmitglied habe sich im Laufe der Legislatur Feinde gemacht oder die Stimmberechtigten haben das Gefühl, im Gemeindehaus werde schlechte Arbeit geleistet. Darauf deutet aber in Münchwilen nichts hin.

Die Wiederwahl problemlos schaffen sollte auch die Führungscrew: Bruno Tüscher tritt erneut als Ammann an, Fabian Bianchi als Vizeammann.

Was finden Sie an ­Münchwilen cool?

Bruno Tüscher, Gemeindeammann, bisher.

Bruno Tüscher, Gemeindeammann, bisher.

Zvg / Aargauer Zeitung

Bruno Tüscher, Gemeindeammann, bisher: «Die Naherholungsgebiete rund um Münchwilen gefallen mir sehr. Da kann ich abschalten und neue Energie tanken. Die Geselligkeit der Münchwiler empfinde ich als sehr bereichernd.»

Fabian Bianchi, Vizeammann, bisher: «Münchwilen ist klein und fein. Ist sehr zentral und man kennt sich im Dorf.»

Roland Oeschger, Gemeinderat, bisher: «Das es, wie unser Slogan sagt, «klein und fein» ist. Mit seiner Stadtnähe vereint es schöne Natur mit zahlreichen urbanen Vorteilen. Sehr attraktiv sind die relativ kurzen Distanzen zu Aarau, Basel und Zürich. Die Arbeitsmöglichkeiten (Sisslerfeld) und Freizeitgelegenheiten (Jurapark, Hotzenwald u.a.) sind weitere Vorzüge.»

Florentina Mallaku-Bytyqi, Gemeinderätin, bisher: «Ich finde, die heimische Atmosphäre zeichnet Münchwilen besonders aus. Wir haben grossartige MitbürgerInnen. Cool ist es auch, dass wir in unserer Dorfbeiz Veranstaltungen durchführen – oder einfach mal ein leckeres Essen geniessen können.»

Patrick Geiger, kandidiert neu als Gemeinderat: «Münchwilen ist ein ländliches Dorf und ein idealer Rückzugsort für Alt und Jung in der doch immer etwas hektischeren Zeit. Trotzdem ist das Dorf gut gelegen und per Eisenbahn oder auch auf der Strasse können zum Beispiel Basel und Zürich sehr schnell erreicht werden. Zudem gibt es im Industriegebiet Sisslerfeld sehr viele und attraktive Arbeitsplätze.»

Frank Glienke, kandidiert neu als Gemeinderat: «Wir haben ein gutes Miteinander zwischen den Älteren und Jüngeren, engagierte Dorfbewohner und ein attraktives, gepflegtes Dorfbild. Wir haben eine modernisierte Primarschule, die es auch jungen Familien ermöglicht, in Münchwilen heimisch zu werden.»

Åsa Müller, kandidiert neu als Gemeinderätin: «Ich schätze den ländlichen Charme und innerhalb von kurzer Zeit in der Natur sein zu können. Meine Kinder kann ich ohne Bedenken zu Fuss zur Schule gehen lassen. Ich mag es, dass sich die Leute in Münchwilen kümmern. «Klein aber fein» ist die perfekte Beschreibung für unser Dorf.»

Was stört Sie an Münchwilen , wo drückt der Schuh?

Bruno Tüscher: «In Münchwilen vermisse ich einen kleinen Dorfladen, um Alltägliches zu besorgen. Es dürfte jedoch sehr schwierig sein, ein solches Angebot aufzubauen.»

Fabian Bianchi, Vizeammann, bisher.

Fabian Bianchi, Vizeammann, bisher.

Zvg / Aargauer Zeitung

Fabian Bianchi: «Die ÖV-Verbindungen wären ausbaufähig.»

Roland Oeschger: «Aufgrund notwendiger Investitionen ist der Steuersatz gestiegen. Diese Entwicklung erfordert sorgfältigste Planung der weiteren Ausgaben. Die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz sollte verbessert werden, das heisst die Taktfrequenz des Postautos muss erhöht werden. Ferner müssen die Lärmemissionen der Autobahn und der Bahn reduziert werden.»

Florentina Mallaku-Bytyqi: «Einen Störfaktor gibt es für mich in Münchwilen nicht, daher ist der Schuh für mich ziemlich passend.»

Patrick Geiger: «Ich finde, dass wir uns von externen Beratungsfirmen manchmal etwas zu fest leiten lassen. Beratung ist gut und braucht es auch, aber der Gemeinderat hat auch die Aufgabe zu intervenieren falls Ideen «zu übersteuert» und eher für städtische Regionen anwendbar sind. Schlussendlich muss es für die Gemeinde passen denn wir sind der ‹Kunde›.»

Frank Glienke: «Die Kommunikation zwischen dem Gemeinderat und den Einwohnern muss verbessert werden, wie auch das gemeinschaftliche Miteinander von Jung und Alt im Dorf soll wiederbelebt werden. Des Weiteren benötigen wir mehr Steuereinnahmen, da trotz des Anstiegs der Einwohnerzahl in den letzten Jahren die Steuereinnahmen nicht gestiegen sind resp. stagnieren.»

Åsa Müller: «Für Jung und Alt bietet Münchwilen eine eher eingeschränkte Auswahl an Begegnungsorten und Aktivitäten. Auch kulturell könnten wir etwas mehr Schwung ins Dorf bringen».

Welches Projekt muss 2022 unbedingt angegangen werden?

Bruno Tüscher: «Es sind bereits richtungsweisende Projekte in der Pipeline, wenn ich ans Sisslerfeld oder die Gesamtrevision der Nutzungsplanung denke. Zusätzlich müssen wir die Schulraumplanung angehen, um für den Nachwuchs der nächsten Jahre gerüstet zu sein.»

Fabian Bianchi: «Im Moment laufen diverse Projekte, wie das Sisslerfeld und die Revision der Bau und Nutzungsordnung, die uns im Jahr 2022 beschäftigen werden.»

Roland Oeschger, Gemeinderat, bisher.

Roland Oeschger, Gemeinderat, bisher.

Zvg / Aargauer Zeitung

Roland Oeschger: «In meinem Ressort ist das die neue, sich bereits seit geraumer Zeit in Planung befindende Trinkwasserversorgung (Sisslerfeld), deren Umsetzung im 2022 dringend angegangen werden muss. Wichtig ist auch die Umsetzung der Strassensanierungsplanung. Ausserdem bedarf es einer neuen Schulraumplanung.»

Florentina Mallaku-Bytyqi: «Spontan fällt mir die Erweiterung des Kindergartens ein oder eine Erneuerung des Friedhofreglements. Sollten bis Ende Jahr noch dringende Projekte auf uns zukommen, würde man diese selbstverständlich in Angriff nehmen. Wichtig ist es, laufend zu beobachten, was auf uns zukommt und die Prioritäten richtig zu setzen.»

Patrick Geiger: «Bei verschiedenen Themen spüre ich im Dorf doch einige Unruhe. Es ist mir absolut bewusst, dass es schwierig ist, für alle Einwohner alle Anliegen perfekt zu lösen. Trotzdem ist es sehr wichtig, dass der neu gewählte Gemeinderat schnell eine Auslegeordnung macht, klare Ziele setzt und bespricht was in den kommenden vier Jahren verbessert werden kann.»

Frank Glienke: «Die Gesamtrevision der Nutzungsplanung wie auch die Gebietsplanung «Entwicklungsschwerpunkt Sisslerfeld» werden einen entscheidenden Faktor für die wirtschaftliche wie auch gemeinschaftliche Entwicklung von Münchwilen haben. Mit der Aufhebung der Schulpflege per Ende 2021, wird die Zusammenarbeit zwischen Gemeinderat und Schule einen wichtigen Stellenwert haben.»

Åsa Müller: «Die neuen Aufgaben im Ressort Schule müssen gut aufgegleist und die Zusammenarbeit zwischen Schule und Gemeinde gestärkt werden. Die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden sollte gefördert, Ressourcen gebündelt und Synergien genutzt werden – auch in Hinsicht auf die Schulstandorte.»

Wenn Sie 5 Millionen Steuerfranken zur freien Verfügung für Münchwilen hätten – was würden Sie damit realisieren?

Bruno Tüscher: «An der nächsten Gemeindeversammlung würde ich folgenden Vorschlag der Bevölkerung unterbreiten: Drei Millionen zur Schuldentilgung und gleichzeitiger Steuerfusssenkung, zwei für die Realisierung von weiterem Schulraum.»

Fabian Bianchi: «Münchwilen ist am Wachsen und ein kleines Dorf ist für Familien attraktiv. Eine Schule bzw. ein Kindergarten im Dorf zu haben ist wichtig und müsste ausgebaut werden. Ausserdem würde ich die Strassenausbauen und mich für eine Senkung des Steuerfusses einsetzen.»

Roland Oeschger: «Ich würde den Steuersatz spürbar senken und Schulden abbauen. Ausserdem würde ich die geplanten Investitionen weiter umsetzen. Darüber hinaus würde ich dazu beitragen, dass die Kultur von Münchwilen in verschiedenster Art und Weise bewahrt wird.»

Florentina Mallaku-Bytyqi, Gemeinderätin, bisher.

Florentina Mallaku-Bytyqi, Gemeinderätin, bisher.

Zvg / Aargauer Zeitung

Florentina Mallaku-Bytyqi: «Fünf Millionen sind sehr viel Geld. Daher würde ich dies bestimmt nicht allein entscheiden wollen. In dieser Situation wäre mir die Meinung der Dorfbewohner wichtig. Deshalb würde ich zum Beispiel an einer Versammlung Vorschläge entgegennehmen, welche auch die Mehrheit befürwortet.»

Patrick Geiger: «Eine Kraftwerksbesichtigung, in dem aus Sperrgut elektrische Energie und Wärmeenergie für Heizzwecke erzeugt wird, hat mich vor einiger Zeit sehr beeindruckt. Warum nicht auch in unserem Industriegebiet investieren? Das Werk könnte nachhaltig und auch wirtschaftlich betrieben werden. Klar dazu wären noch zusätzliche Investoren notwendig.»

Frank Glienke: «Zur Verfügung stehende Steuergelder müssen zielführend und sinnvoll eingesetzt werden. Wir haben verschiedene Themen (zum Beispiel die Postauto-Anbindung der Oberstufenschüler nach Frick, die Wiedereinführung der SBB-Tageskarten, die Unterstützung des Vereinslebens im Dorf, die weitere Modernisierung der Infrastruktur), welche in den nächsten Jahren angegangen werden sollten.»

Åsa Müller: «Ich würde das Geld in Projekte für den Erhalt und Steigerung der Attraktivität von Münchwilen für «Jung und Alt» einsetzen. Dabei würde ich die Bewohnerinnen und Bewohner entscheiden lassen, in welche Projekte sie das Geld investieren möchten. Es ist mir wichtig, dass politische Entscheide getroffen werden, die am Puls der Bevölkerung sind.»

Weshalb sind Sie/wollen Sie in die Politik?

Bruno Tüscher: «In meinem Leben hatte ich bis anhin sehr viel Glück. Von diesem Glück möchte ich etwas zurück geben, in dem ich mich für die Gemeinschaft einsetze. Das aktive Gestalten der Zukunft interessiert mich sehr.»

Fabian Bianchi: «Ich möchte bei der Gestaltung von Münchwilen Einfluss nehmen. Man lernt viel über unterschiedlichste Gebiete und man ist mit anderen Gemeinden vernetzt. Man wird herausgefordert und man kann sich einbringen.»

Roland Oeschger: «Ich möchte mit meinem Einsatz als Gemeinderat weiterhin dazu beitragen, dass Münchwilen sowohl für die Zukunft gerüstet ist, modern und attraktiv bleibt als auch eine hohe Lebensqualität für seine Einwohner beibehält. Ich setze mich gerne mit den Sachthemen einer Gemeinde auseinander.»

Florentina Mallaku-Bytyqi: «In der Politik tätig zu sein, heisst für mich, jederzeit zum Wohle der Bürger zu handeln. Für mich ist es eine Bereicherung, dazu beitragen zu dürfen. Ich würde mich auf jeden Fall als eine solidarische Person beschreiben und freue mich daher, wenn ich wieder gewählt werde.»

Patrick Geiger, kandidiert neu als Gemeinderat.

Patrick Geiger, kandidiert neu als Gemeinderat.

Zvg / Aargauer Zeitung

Patrick Geiger: «Ich möchte es Dorfpolitik nennen. Für mein Heimatdorf und die Anliegen der Dorfbewohner und ansässigen Firmen möchte ich mich einsetzen. Münchwilen soll für alle Einwohner ein attraktives Dorf und für Gewerbe und Industrie ein interessanter Standort sein. Ich bin überzeugt, dass man als Gemeinderat in einem Dorf doch einiges bewegen kann.»

Frank Glienke: «Ich bin ein Politikneuling. Politisches wie auch soziales Engagement haben für mich einen sehr hohen Stellenwert, und somit habe ich mich entschieden, für den Gemeinderat zu kandidieren. Das aktive Mitwirken in der Theatergruppe wie auch ehemals in der Feuerwehr Münchwilen, zeigen mir auf, wie wichtig soziales Engagement ist.»

Åsa Müller: «Seit acht Jahren engagiere ich mich als Schulpflegerin in Münchwilen. Ich kenne die Herausforderungen, welche die Gemeinde mit den neuen Aufgaben im Ressort Schule erwartet. Ich bin politisch engagiert, weil ich das System der direkten Demokratie sehr schätze und ich es toll finde, dass jeder etwas beitragen kann. Ich will etwas bewirken und das Dorf Münchwilen mit seinen Einwohnern liegt mir am Herzen.»

Das Smartphone/Handy ist für mich ...

Bruno Tüscher: «mein externes Hirn. Es kennt alle meine Termine, Kontakte, Emails, Geschäfte und ist tagsüber immer bei mir. In der Nacht und in den Ferien kann ich gut darauf verzichten und trage es bewusst nicht mit.»

Fabian Bianchi: «ein Gerät zum Telefonieren und zum Arbeiten. Das Smartphone kann im Alltag eine grosse Hilfe sein, kann aber auch zu einem Nachteil werden. Man ist immer erreichbar. Ich musste lernen auch mal abzuschalten.»

Roland Oeschger: «eine super Erfindung. Ein multimedialer Alleskönner. Für mich ist es ein Arbeitsmittel zum Kommunizieren, Abrufen und Austauschen von Informationen und Vieles mehr.»

Florentina Mallaku-Bytyqi: «… in vielen Dingen nützlich. Man ist erreichbar, man kann mittels Internet Dinge nachschlagen und sich kurzerhand Notizen erstellen etc. Es kann sehr vieles vereinfachen und beschleunigen, jedoch trägt dies aber leider oft dazu, dass viele Leute zu oft am Handy sitzen, anstatt ein Gespräch mit dem Gegenüber zu führen.»

Patrick Geiger: «ein wichtiges Kommunikationsmittel beruflich sowie auch privat. Trotzdem bevorzuge ich es Personen persönlich zu Gesprächen zu treffen. Ehrlich gesagt gehöre ich zu der Gruppe, die das Handy vielleicht etwas zu viel im Einsatz hat. Deshalb geniesse ich meine Berghochtouren umso mehr, bei denen keine Zeit oder Luft bleibt, um das Handy zu benutzen.»

Frank Glienke, kandidiert neu als Gemeinderat.

Frank Glienke, kandidiert neu als Gemeinderat.

Zvg / Aargauer Zeitung

Frank Glienke: «gebrauche ich hauptsächlich für geschäftliche Zwecke.»

Åsa Müller: «ein wichtiges Kommunikationsmedium, sowohl in beruflicher als auch in privater Hinsicht. Ich habe in meiner beruflichen Laufbahn als Consultant aber auch lernen dürfen, dass es Zeiten am Tag geben muss, wo das Smartphone «ausgeschaltet» wird und ich nicht erreichbar bin. In dieser Zeit widme ich mich der Familie oder einem Hobby.»

Wächst Münchwilen zu schnell?

Bruno Tüscher: «Münchwilen hat starke Wachstumsjahre hinter sich. Dieses Wachstum schlägt sich in steigenden Infrastrukturkosten nieder. Wir werden in den nächsten Jahren grössere Summen in die Schulräumlichkeiten – inklusive Kindergarten – stecken müssen.»

Fabian Bianchi: «Nein. In den letzten Jahren gab es zwar, wegen den grösseren Bauparzellen und Projekten, einen grossen Sprung in der Bevölkerung, aber Münchwilen hat jetzt eine gute Grösse und bleibt trotzdem ein kleines attraktives ländliches Dorf.»

Roland Oeschger: «Nein. Jedes Wachstum erfordert Anpassungen an die Infrastruktur einer Gemeinde, was bis anhin gut gemeistert wurde und was aus meiner Sicht auch in Zukunft der Fall sein wird. Der Einfluss des Gemeinderats auf das Wachstum einer Gemeinde ist begrenzt.»

Florentina Mallaku-Bytyqi: «Nein, das würde ich nicht sagen. Zudem finde ich es schön, neue Dorfbewohner begrüssen zu dürfen und bin mir sicher, dass die Neuankömmlinge sich in unserem Dorf wohlfühlen.»

Patrick Geiger: «Ich denke, das Bevölkerungswachstum war in der Vergangenheit in Ordnung. Die Überbauungen mit neuen Wohnungen haben auch viele junge Leute angezogen, was eine gute Durchmischung im Dorf gibt. Es ist aber sehr wichtig, diesen Punkt im Fokus zu behalten, denn das Bevölkerungswachstum muss im Gleichgewicht mit den vorhandenen Infrastrukturen stehen.»

Åsa Müller, kandidiert neu als Gemeinderätin.

Åsa Müller, kandidiert neu als Gemeinderätin.

Zvg / Aargauer Zeitung

Frank Glienke: «Nein, aber wir müssen verstärkt darauf hinarbeiten, ‹Neuankömmlinge› für unser Dorf- wie auch Vereinsleben zu begeistern. Ich sehe zu wenig neue Gesichter bei den Veranstaltungen oder in den Vereinen.»

Åsa Müller: «Münchwilen ist in den letzten zehn Jahren im Vergleich zu den Nachbardörfern Stein und Eiken stärker gewachsen. Es ist wichtig, diesen Wachstumsschub in den nächsten Jahren gut zu lenken, um den ländlichen Charme zu bewahren und darauf zu achten, dass die Infrastruktur des Dorfes entsprechend mitwachsen kann.»

Weshalb soll ich Sie wählen, was zeichnet Sie aus?

Bruno Tüscher: «Seit acht Jahren engagiere ich mich im Gemeinderat und darf den Vorsitz seit vier Jahren ausüben. In dieser Zeit habe ich das politische Handwerk kennen gelernt und ein grosses Netzwerk aufgebaut. Dieses möchte ich auch in Zukunft zur Verfügung stellen.»

Fabian Bianchi: «Ich bin sehr engagiert und liebe die Herausforderung. Ich fühle mich im Dorf wohl, bin gut integriert und möchte mich weiter für Münchwilen einsetzen.»

Roland Oeschger: «Das Wohl der Münchwiler liegt mir sehr am Herzen. Gerne setze ich mich weiterhin für gute Dienstleistungen für die Einwohner ein. Ich bin lösungsorientiert, kompetent und zuverlässig und nehme meine Aufgaben mit Freude und hohem Engagement wahr. Ich verfüge über langjährige Erfahrung in der Gemeindepolitik und vielen Bereichen der Privatwirtschaft.»

Florentina Mallaku-Bytyqi: «Meine oberste Priorität ist, auf die Bedürfnisse der Mitbürger einzugehen. Als offene und Kontaktfreudige Person, kann ich die Anliegen der Dorfbewohner entgegennehmen und somit im Interesse der Dorfbewohner handeln.»

Patrick Geiger: «Durch meine über 20-jährige Erfahrung als Werk- und Bereichsleiter, davon auch 12 Jahre im Industriegebiet Münchwilen, bin ich es gewohnt, mich konstruktiv in einem Team einzubringen, angeregte Diskussionen zu führen und so die besten Entscheide für das Dorf zu treffen. Da ich hier aufgewachsen bin kenne ich die örtlichen Gegebenheiten sehr gut.»

Frank Glienke: «Ich habe das Privileg, in meinen bis dato 30 Berufsjahren sehr viele Länder und Kulturen beruflich wie auch privat bereist zu haben. Gute Politik ist ein aktives Miteinander, konstruktive und ehrliche Diskussionen, immer Respekt für den anderen.»

Åsa Müller: «Ich mag neue Herausforderungen und bin offen für Neues. Durch meine Tätigkeiten in unterschiedlichen Bereichen bringe ich einen reichen Erfahrungsschatz mit. Ich bin kommunikativ und gehe Aufgaben sachlich und lösungsorientiert an. Ich würde mich geehrt fühlen, wenn ich mich auch in Zukunft mit Herz für die Anliegen der Münchwiler engagieren darf.»

Aktuelle Nachrichten