Benefiz Motocross

Motorenlärm für ein Ruhebänkli mit Fernsicht

Ok-Mitglied Heinz Ehrsam geht davon aus, dass dieses Jahr die 100 000-Franken-Schallmauer durchbrochen worden ist; dank einer viel besuchten und unfallfreien Veranstaltung.

Wenn die Motoren ohrenbetäubend knattern und die Zuschauerinnen und Zuschauer freiwillig im aufgewirbelten Staub stehen, dann ist Motocross in Hornussen. Rund 290 Fahrer und einige wenige Fahrerinnen nahmen heuer am Benefiz Motocross teil. Gefahren wurde auf einer 1600 Meter langen Strecke; für Spektakel sorgten drei Natursprünge und ein Kunstsprung.

Besonders viel Ausdauer verlangte die Kategorie Cross Country von den Teilnehmern. Während 90 Minuten sassen diese Fahrer nach einem „Le Mans Start" (die Piloten rennen zu ihren abgestellten Maschinen) auf dem Motorradsattel. Zusätzlich zur normalen Rennstrecke mussten die Cross Country-Fahrer noch eine 500 Meter lange Zusatzschleife, mit Baumstämmen als Hindernis, absolvieren.

Die meisten Teilnehmerdes Benefiz Motocross Fricktal kommen aus der Schweiz oder dem grenznahen Ausland. OK-Mitglied Heinz Ehrsam: „In der Kategorie Oldtimer hatten wir auch einige Italiener und Franzosen am Start." Einige der Italiener seien wegen dem Benefiz Motocross sogar schon am Donnerstagabend ins Fricktal gereist.

Prächtiges Wetter sorgte für viel Publikum

Heinz Ehrsam ist mit der 18. Ausgabe des Motocross Fricktal sehr zufrieden: „Das Wetter hat mitgemacht und der Rettungsdienst hatte nichts zu tun, ausser den Schatten zu suchen." Er schätzt, auch wenn dies schwierig zu sagen sei, da bei den Besuchern natürlich ein ständiges Kommen und Gehen herrsche, dass rund 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer den Anlass besucht haben. Neben den typischen Motorrad-Fans waren auch viele Familien aus den Nachbarsgemeinden zu sehen.

Seit Beginn des Benefiz Motocross Fricktal vor 18 Jahren konnte der Verein rund 97 000 Franken für wohltätige Institutionen spenden. Heinz Ehrsam geht davon aus, dass dieses Jahr die 100 000 Franken-Grenze erreicht werden konnte. „Pro Ausgabe machen wir jeweils rund 4000 bis 6000 Franken Reingewinn. Wieviel es genau ist, kann ich erst nach der Schlussrechnung sagen." Verwendet wird der diesjährige Gewinn für die „Behindertensportgruppe Fricktal" und für ein Ruhebänkli auf dem Zeiher Homberg mit Fernsicht auf das Motocross-Gelände.

Möglich ist die Durchführung einer Veranstaltung in diesem Grössenrahmen - begonnen wurde übrigens in einem sehr bescheidenen Rahmen auf den Strihenhöfen in Densbüren - nur dank zahlreichen Helferinnen und Helfer; rund 80 von ihnen waren am Fest und während der einwöchigen Aufbauzeit der Motorrad-Strecke im Einsatz. (kpf)

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