Gansingen

Mord in der Mausefalle: Krimi-Klassiker steht bevor

Ratlosigkeit und Misstrauen herrscht bei den Gästen der Pension Schönegg. ari

Ratlosigkeit und Misstrauen herrscht bei den Gästen der Pension Schönegg. ari

Damit an der Premiere vom 10.Januar alles rund läuft, wird das Stück «Die Mausefalle» von den Schauspielern des Dorftheaters Gansingen auch mal bis um Mitternacht geprobt.

Die heisse Phase der Probearbeit zum Kriminalstück «Die Mausefalle» (Agatha Christie) hat im Theater Gansingen vor kurzem begonnen. Zwei- bis dreimal pro Woche triff sich jetzt das gesamte Team – und manchmal dauert die Probe dann bis Mitternacht.

«Eine enorme Herausforderung für alle», betont Regisseur Robi Oeschger, «denn jeder von uns geht ja tagsüber noch einer beruflichen Tätigkeit nach.» Doch alles soll möglichst perfekt sein zur Premiere am 10. Januar.

Seit 20 Jahren führt Oeschger mit kurzen Unterbrechungen Regie, mit dem traditionellen Dorftheater verbunden ist er bereits seit Kindertagen als Schüler und junges Mitglied im Turnverein.

Seit vor 12 Jahren aus den theaterspielenden Vereinen das «theater gansingen» hervorging, ist er zudem auch im Vorstand. Seine Schwerpunkte bei allen Inszenierungen liegen klar bei anspruchsvollen Stücken, die stets erfolgreich waren.

Stück spielt in der Schweiz

«Die Mausefalle» ist der Kriminalklassiker schlechthin. Seine Uraufführung war 1952 in London und wird dort seitdem ohne Unterbrechung bis heute gespielt. Oeschger hielt sich bei seiner Inszenierung weitgehend an die Vorlage, Ort des Geschehens ist jedoch die Schweiz.

Die raffiniert gestrickte Geschichte bietet zum einen Spannung pur, effektvoll im Flair der 50er-Jahre in Szene gesetzt, aber auch schaurig schöne Schreckmomente, verblüffende Doppelbödigkeit, dubiose Charaktere, erschreckende Abgründe mit grosser Spielfreude von den Akteuren präsentiert. Jeder ist verdächtig, die Überraschungsmomente sind punktgenau gesetzt.

Im Stück hat Moni Ramsauer die Pension Schönegg in Schlatt geerbt. Zur Neueröffnung haben sich vier Gäste angesagt. Bei den Vorbereitungen zur Eröffnung hören Moni und ihr Ehemann im Radio, dass in der Stadt ein Mord geschah und am Tatort ein Notizbuch gefunden wurde mit der Adresse ihrer Pension und einem Hinweis von «drei blinden Mäusen».

Es ist Winter, es schneit ohne Unterbrechung und bald sind alle Strassen unbefahrbar. Die Pension ist zur Mausefalle geworden, in der es nicht nur weitere Opfer gibt, sondern auch der Mörder selbst gefangen ist. Auf der Bühne stehen in Gansingen Selina Oeschger, Matthias Moser, Jules Steinacher, Daniela Boutellier, Beda Denkinger, Barbara Hollinger, Markus Streit und Thomas Hollinger.

Das Stück wird in der Turnhalle Gansingen an folgenden Daten aufgeführt: Samstag, 10. Januar, 14 Uhr (Hauptprobe) und 20 Uhr (Premiere), Samstag, 17.  Januar, 20 Uhr, Sonntag, 18. Januar, 14 Uhr, Mittwoch, 21. Januar, 20 Uhr, Freitag, 23. Januar, 20 Uhr, Samstag, 24. Januar, 20 Uhr.

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