Menschen am Hochrhein

Monika Thoms ist Vespa-Fan und joggt durch zwei Länder

Monika Thoms steht vor der Holzbrücke in der Nähe ihrer Café-Bar mit Vespa-Shop.mw

Monika Thoms steht vor der Holzbrücke in der Nähe ihrer Café-Bar mit Vespa-Shop.mw

In einer losen az-Serie geht es um Menschen, die auf kreative Art und Weise, das Leben unter- und oberhalb des Rheins miteinander verbinden. Den Anfang macht Monika Thoms. Sie ist der Liebe wegen nach Stein gezogen.

Grenznähe sind die Menschen im Fricktal gewohnt. Viele nutzen die monetären Vorteile: Die Schweizer kaufen in Deutschland ein und die Deutschen arbeiten in der Schweiz. Grenzüberschreitendes Leben bietet aber viel mehr.

In dieser losen az-Serie geht es um Menschen, die auf kreative Art und Weise, das Leben unter- und oberhalb des Rheins miteinander verbinden. Den Anfang macht Monika Thoms.

Das erste Mal treffe ich sie, als ich über die alte Holzbrücke in Bad Säckingen laufe. Sie joggt von Bad Säckingen kommend schnell an mir vorbei. Sie erklärt sich spontan damit einverstanden, von mir porträtiert zu werden.

Wegen Partner nach Stein gezogen

«Kalabrien, Vespas und unsere Café-Bar – das ist mein Leben», erzählt sie. Abgesehen von Roland Lang, ihrem Lebensgefährten, natürlich. Ihm zuliebe ist die gebürtige Bad Säckingerin nach Stein gezogen.

Mit ihm zusammen teilt sie auch ihre Leidenschaft für Kalabrien und Vespas. «Vespas, das sind diese kultigen Roller und Accessoires aus der Toskana», meinen die beiden. Immer samstags trifft man das Paar in ihrer Café-Bar mit angeschlossenem Vespa-Shop neben dem alten Zollhaus an der Holzbrücke in Stein.

«Wenn man auf den Rhein schaut, kommt es einem so vor, als sei man im Urlaub», schwärmt sie.

Ferien in Kalabrien

Zwei Drittel des Vespa-Sortiments kaufen die beiden in Deutschland. «Den Rest importieren wir direkt aus Italien, weil es beim deutschen Vertrieb nicht alles gibt», meint Roland Lang. Reicht den beiden das Urlaubsfeeling am Hochrhein nicht, dann fahren sie zusammen nach Kalabrien.

Meistens im Frühjahr oder im Herbst, meint Monika Thoms. Im Sommer ist es den beiden dort zu heiss und sie geniessen das Leben im Fricktal. Dazu zählt für sie auch der Sport in der freien Natur. «Ich fahre regelmässig Fahrrad - vor allem aber jogge ich», meint sie.

«Von der Schweizer Seite der Fridolinsbrücke am Rhein entlang zur Holzbrücke, dann – klack, klack, klack – überquere ich den Rhein und jogge in Richtung Wallbach oder Obersäckingen. Von dort aus geht es dann dieselbe Strecke wieder zurück», schwärmt sie.

«Nur wenn ich Zeit habe», antwortet Roland Lang auf die Frage, ob er sie begleite. Monika Thoms läuft dagegen regelmässig. «50 bis 60 Minuten brauche ich für meine Hausstrecke», erklärt sie zufrieden.

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