Stelleninserat
Möhlin lässt den Super-Schulleiter suchen

Ein externes Büro sucht Führungspersonal für die Schule. Es gelten neue Anforderungen wie bisher. Ziel ist, dass der Schulleiter im Herbst oder Winter antritt.

Marc Fischer
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Im Februar 2015 hat Renato Burget (l.) – hier bei der Begrüssung durch Schulpflegepräsident Stephan Müller – in Möhlin die Stelle des Gesamtschulleiters. Ende Monat verlässt er die Schule bereits wieder. Ein Nachfolger wird nun gesucht.

Im Februar 2015 hat Renato Burget (l.) – hier bei der Begrüssung durch Schulpflegepräsident Stephan Müller – in Möhlin die Stelle des Gesamtschulleiters. Ende Monat verlässt er die Schule bereits wieder. Ein Nachfolger wird nun gesucht.

Möhlin sucht einen Gesamtschulleiter. Präziser: Möhlin lässt durch Draeyerconsulting einen Gesamtschulleiter suchen. Denn diesmal soll es der Richtige sein. «Wir streben nach Kontinuität und wir legen grossen Wert auf den Rekrutierungsprozess», betonte Schulpfleger Martin Frana bereits Anfang März gegenüber der Aargauer Zeitung.

Doch was muss nun der neue Gesamtschulleiter oder die Gesamtschulleiterin mitbringen? Welche Anforderungen stellt Möhlin an Bewerber? Ein Blick ins Stelleninserat, das am Dienstag auf der Gemeindewebsite und bei Job-Portalen im Internet aufgeschaltet wurde.

Eine «anspruchsvolle, herausfordernde und spannende Führungstätigkeit», verspricht das Inserat interessierten Bewerbern. Die bestehenden Probleme verschweigt es aber nicht. Die roten Ampeln der externen Schulevaluation in den Bereichen Schulführung und Qualitätsmanagement etwa. Und es heisst klipp und klar, die Umsetzung des Modells der Geleiteten Schule sei in Möhlin «noch nicht vollständig gelungen».

Schulerfahrung wird verlangt

Anders als in früheren Ausschreibungen sucht Möhlin nun explizit eine Person mit Erfahrungen im Schulleiteralltag. «Wir erwarten den Nachweis erfolgreicher, mehrjähriger Führungsarbeit im System der ‹Geleiteten Schule›», heisst es in der Ausschreibung. Bewerber sollen «insbesondere funktionierende Formen des Qualitätsmanagements in Schulen mit mehreren Standorten und Stufen» kennen.

Die Stelle des Gesamtschulleiters ist zudem neu mit einem 100-Prozent-Pensum ausgeschrieben. «Auf Gemeindekosten erhöhen wir das Pensum für den Gesamtschulleiter von 70 auf 100 Prozent», erklärte Gemeindeammann Fredy Böni gegenüber der az vor einigen Woche. Der Gemeinderat habe eingesehen, dass dieser Posten nicht in einem 70-Prozent-Pensum ausgeübt werden kann.

Auffallend ist bei der Lektüre der Stellenausschreibung, wie oft die Worte «gesamtheitlich» und «Zusammenarbeit» fallen. Eng soll die Zusammenarbeit mit Lehrern und Schulhausleitungen bei der Weiterentwicklung der Schule sein. Ebenso eng jene mit Behörden und Schulverwaltung bei einer «pragmatischen, ressourcenschonenden, effizienten Organisation und Administration der Schule Möhlin». Gesamtheitlich soll künftig die Personalführung und das Qualitätsmanagement sein. Letzteres soll zudem «nachvollziehbare und glaubwürdige Messresultate der Unterrichts- und Zusammenarbeitsqualität» ergeben.

Stellenbesetzung bis im Herbst

Ziel des laufenden Rekrutierungsprozesses ist es, dass der neue Gesamtschulleiter seine Stelle im Herbst oder Winter antritt – «wenn immer möglich vor Beginn der Planungsarbeiten für das nachfolgende Schuljahr», wie es im Inserat heisst.

Zeitlich koordiniert mit dem Anstellungsverfahren des neuen Gesamtschulleiters ist die Suche nach einem neuen Leiter der Schulverwaltung und dessen Stellvertreter. Auch diese Ausschreibung wurde am Dienstag auf der Website aufgeschaltet. Darin wird die Schulverwaltung als «Dienstleistungszentrum» für die Schulleiter, Lehrpersonen und Schüler und als «Informationsdrehscheibe» bezeichnet.

Die Schulverwaltung befinde sich «in einer kleinen Reorganisation» heisst es in der Ausschreibung. Und weiter: «Mit den beiden Stellenbesetzungen soll erstmals die Funktion einer Stellvertretung eingeführt werden.» Es wird also der Plan umgesetzt, der zur Entlassung der bisherigen Leiterin der Schulverwaltung geführt hat. Diese wollte sich nicht hinter die Stellvertreterlösung stellen, die laut Stellenausschreibung «eine hohe Redundanz (sic!) und Kontinuität in der Verwaltungsführung garantieren soll».

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