Möhlin

Möhlin sagt deutlich Ja zur Einzonung des Bata-Parks

Die markanten Backsteinhäuser im Bata-Park stehen unter Schutz.

Die markanten Backsteinhäuser im Bata-Park stehen unter Schutz.

Die Zukunft des Bata-Areals in Möhlin ist gesichert. Der Souverän votierte am Donnerstagabend mit grossem Mehr für die Ausweisung neuer Bauzonen. Das Geschäft warf im Vorfeld der Gemeindeversammlung hohe Wellen.

Wie stark die Revision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland auch noch nach monatelanger Diskussion mobilisieren kann, zeigte gestern Abend die ausserordentliche Versammlung der Einwohnergemeinde. In der Sporthalle Steinli sassen 854 von 6296 Stimmberechtigten. Ein Rekordergebnis. Der Gemeinderat hatte nach Überarbeitung diverser Gebietsplanung den Vorschlag unterbreitet, das Bevölkerungswachstum im Planungszeitraum bis 2025 auf 70 bis 80 Personen jährlich zu beschränken. Dieser grundsätzlichen Position folgte der Souverän.

Die meiste Zeit während der der fast vierstündigen Versammlung beanspruchte die Zukunft des Bata-Areals mit seinen teils denkmalgeschützten Gebäuden. Es gehört seit 2005 der Jakob Müller AG aus Frick. Trotz einiger Änderungsanträge wurde die Position des Gemeinderats letztlich mit klaren Mehr akzeptiert.

Beide Seiten sind zufrieden

Kommentar vom sichtlich erfreuten Gemeindeammann Fredy Böni: «Mit dem Ja zum Bata-Park kann die Jakob Müller AG das von Tomas Bata, dem Gründer der Bata-Schuhe, angeregte Konzept, nämlich Wohnen und Arbeiten an einem Ort. weiterführen.» Auch die Müller AG reagierte spontan: «Mit dem Ja zur vollen Ein- und Umzonung ist nun die Möglichkeit offen, die Neubauten und Sanierungen an die Hand zu nehmen.

Auf eine Einzonung des Gebiets Eselacher wird verzichtet; hier werden 4,5 Hektare der Landwirtschaftszone zugewiesen. Auch ein Teil der Breiti bleibt vorerst als Baulandreserve und vor allem den zwei angrenzenden Bauernhöfen erhalten, denn rund 2 Hektare sollen in die Landwirtschaftszone. In der Leigrube kann auf 2,9 Hektaren in den nächsten 15 Jahren ein Baulandangebot für junge Familien oder etwa 100 Einwohner entstehen. Der Sportplatz Riburg hat ausgedient und soll nach den Vorstellungen des Souveräns teils für Wohnbebauung, teils für öffentliche Erholungs- und Freizeitanlagen genutzt werden. (ach)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1