Möhlin
Kreditantrag: Batastrasse soll für 2,6 Millionen Franken in Schuss gebracht werden

Am 26. November führt Gemeindeammann Fredy Böni ein letztes Mal durch die «Gmeind» bevor er nach 16 Jahren aus dem Amt abtritt. Er verlässt die Bühne mit einem weinenden und lachenden Auge. Neben der Strassensanierung soll der Zulauf zur Abwasserreinigungsanlage optimiert werden.

Dennis Kalt
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Die Batastrasse in Möhlin ist stark sanierungsbedürftig.

Die Batastrasse in Möhlin ist stark sanierungsbedürftig.

Bild: zvg

Lange ist es nicht mehr hin, bis Fredy Böni im Amt des Ammanns nach 16 Jahren abtritt. Am 26. November führt er ein letztes Mal als Exekutiv-Spitze Möhlins durch die Gemeindeversammlung. Böni verlässt die politische Bühne «mit einem lachenenden und einem weinenden Auge», wie er im Vorwort der Botschaft zur Gemeindeversammlung schreibt.

Fredy Böni, Gemeindeammann von Möhlin.

Fredy Böni, Gemeindeammann von Möhlin.

hcw (2. Oktober 2021)

Wässrig seien seine Augen, weil er die langjährige, gute Zusammenarbeit mit dem Kanton, mit den Gremien in den verschiedensten Verbänden, mit den umliegenden Gemeinden sowie mit allen Vereinen und Partnerinnen und Partnern in der Region geschätzt habe. Mit einem lachenden Auge freue er sich aber auf die Zeit nach dem Amt. In seinem Vorwort heisst es:

«Zeit nehmen und Zeit haben werde ich besonders für meine Frau und meine Familie mit unseren vier Grosskindern.»

Vor der sicherlich auch emotional ausfallenden Verabschiedung von Gemeindeammann Fredy Böni im Anschluss der Gemeindeversammlung in der Turnhalle Fuchsrain stehen im Vorfeld nüchterne Zahlen auf der Traktandenliste. Diese in Form von zwei Verpflichtungskrediten. Bei dem grösseren der beiden handelt es sich um die Sanierung der Batastrasse mit Werkleitungen. 2,15 Millionen beantragt der Gemeinderat für den Strassenneubau inklusive der Umrüstung der Strassenbeleuchtung auf LED-Technik; und nochmals 450000 Franken für den Teilersatz der Wasserleitungen.

Strasse soll durchgehend sechs Meter breit sein

Bereits im Sommer vier Jahr zuvor bewilligte der Souverän für das Projekt einen Projektierungskredit über 198000 Franken. Das Projekt sieht einen normgerechten Strassenausbau mit gleichbleibender Strassenbreite vor. Hierfür würde der gesamte bestehende Strassenkörper inklusive Gehweg, Randabschlüssen und Strassenentwässerung abgebrochen und neu erstellt, wie es in der Botschaft heisst. Die neue Strasse soll eine Breite von sechs Metern, die neu geplanten Gehwegverbindungen eine Breite von 1,5 Meter aufweisen.

Ein zweiter Verpflichtungskredit ist jener für die Optimierung des Zulaufkanals zur Abwasserreinigungsanlage samt neuen Wasseranschluss. Für die Realisierung für einen Feststoffrückhalt im Zulaufkanal der Abwasserreinigungsanlage sowie für Massnahmen und Optimierungen am bestehenden Steinfang im Zulaufkanal beantragt der Gemeinderat einen Kredit über 660000 Franken. Gemäss Gemeinderat sind diese Massnahmen notwendig, weil es bei starken Regenereignissen zu Faserstoffablagerungen am Gitter der Entlastungsleitung in den Rhein kommt. In der Botschaft heisst es:

«Dies wiederum führt zu Reklamationen aus der Bevölkerung, aber auch zu Rückmeldungen von den kantonalen Fachinstanzen.»

Für den Neubau der Ringleitung für den Wasseranschluss beantragt der Gemeinderat einen Kredit über 220000 Franken. Dieser soll unter anderem den alten Wasseranschluss aus Guss der Kläranlage ab der Schwimmbadstrasse ersetzen.

Steuerfuss bleibt bei 115 Prozent

Der Steuerfuss des Budgets 2022 bleibt mit 115 Prozent unverändert. Der Ertragsüberschuss aus der Erfolgsrechnung beträgt eine Million, die Selbstfinanzierung liegt bei fünf Millionen Franken. Der Gemeinderat rechnet mit Nettoinvestitionen von 8,5 Millionen Franken. Davon werden 7,2 Millionen Franken in die Schulanlagen und 1,3 Millionen Franken in die Gemeindestrassen investiert. Auf der Ertragsseite wird bei den Steuern eine leichte Verbesserung von rund 400000 Franken zum Vorjahresbudget erwartet.

Gemäss dem Aufgaben- und Finanzplan betragen die Nettoschulden bis Ende Jahr 2022 rund 6,2 Millionen Franken. Durch die hohen Investitionen in die Schulinfrastruktur werden die Nettoschulden bis ins Jahr 2023 auf rund 8,3 Millionen Franken ansteigen, heisst es in der Botschaft.

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